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Daniel Küblböck: Deshalb glaubt seine Familie, dass er noch lebt

Video von esther.pistorius Veröffentlicht am 11. September 2019

In dieser Woche ist Daniel Küblböcks Verschwinden genau ein Jahr her. Was haben Ermittler seitdem herausgefunden? Und warum glaubt seine Familie nicht an seinen Tod? Wir klären auf.

von Maike Schwinum

An diesem Montag war es nun genau ein Jahr her: Seit dem 9. September 2018 wird Daniel Küblböck vermisst. Der 33-Jährige soll sich auf einer privaten Reise von Hamburg nach New York von Bord des Kreuzfahrtschiffes 'AIDAluna' gestürzt haben, 185 km vor der kanadischen Küste.

20 Stunden suchte die Küstenwache den Ozean nach ihm ab. Doch die Suche wurde eingestellt, nachdem Überwachungskameras zeigten, wie eine Person über die Reling stieg und ins Wasser sprang. Es sah eindeutig nach Suizid aus.

Außerdem, das bestätigen Experten, stehen bei einem solchen Sprung ins 10 Grad kalte Wasser des Atlantiks die Überlebenschancen eigentlich gleich null. Der Kälteschock des Aufpralls allein ist genug, um einem Menschen das Bewusstsein zu rauben, woraufhin er oder sie ertrinkt.

Daniels Familie glaubt, dass er noch lebt

Trotzdem glaubt die Familie des ehemaligen DSDS-Stars nicht daran, dass Daniel tot ist. Sein Vater, Günther Küblböck, schreibt auf der Website seines Sohnes: "Weder ich als sein Vater, noch sonst jemand aus der Familie möchte Daniel jemals für "tot" erklären lassen. Es gibt für uns keinerlei Grund für solch einen Schritt."

Auch andere enge Vertraute von Daniel, wie zum Beispiel sein Stiefvater oder sein ehemaliger Lebensgefährte Robin Gasser, glauben nicht, dass Daniel sich das Leben genommen hat. Gasser hat sogar die Theorie, dass sich Daniel nach Kanada abgesetzt hat, um dort ein neues Leben zu beginnen.

Kurz vor seinem Tod litt Daniel an einer "Psychose"

Dabei scheint es gar nicht so abwegig, dass Daniel tatsächlich die Absicht hatte, sich das Leben zu nehmen. Es wurde schließlich bekannt, dass er bis zu seinem Tod unter schweren psychischen Problemen gelitten hat. Er soll Panikattacken und Angstzustände gehabt haben, wie der 'Spiegel' berichtet.

Außerdem diagnostizierte ein Neurologe in Palma de Mallorca ihn mit einer "wahrscheinlich akuten Episode einer schizophrenen Psychose". Das bestätigte Daniel kurz vor seiner Abreise mit der AIDA in einer Nachricht an den musikalischen Leiter seiner Schauspielschule in Berlin.

Auch die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen um Daniels Verschwinden mittlerweile eingestellt. Ob oder wann seine Familie Daniel für tot erklären lassen wird, ist noch unklar.

Wenn du unter einer Depression leidest oder Selbstmordgedanken hast, wende dich an die kostenlose Telefonseelsorge (0800-1110111). Oder an die Deutsche Depressionshilfe: www.deutsche-depressionshilfe.de

Im Video: Was machen die DSDS-Gewinner eigentlich heute?

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