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Einfach grausam! Botswana erlaubt wieder Jagd auf Elefanten

Video von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 24. Mai 2019

Erst 2014 verhängte Botswana das Verbot, Elefanten zu jagen. Doch jetzt fühlen sich Menschen von der gestiegen Population bedroht. Vor allem die Landwirtschaft leide unter den Dickhäutern. Die Jagd auf Elefanten ist deshalb in Botswana wieder erlaubt.

von Anne Walkowiak

Diese Entscheidung entsetzt Menschen weltweit: Am Mittwoch, dem 22. Mai, hob Botswana das Jagdverbot für Elefanten auf seinem Territorium auf. Das Land begründete die Entscheidung damit, dass die Dickhäuterpopulation stark zugenommen und sich negativ auf die Einkommen der Landwirte ausgewirkt habe.

Eine Studie hätte gezeigt, „dass Konflikte zwischen Menschen und Elefanten in Zahl und Intensität zugenommen haben und zunehmend die Existenzen“ der Bewohner beeinflussten, sagte das botswanische Ministerium für Umwelt. Die Elefantenjagd sollte bald "in geordneter und ethischer Weise" wieder aufgenommen werden.

Die kommerzielle Jagd auf gefährdete Wildtiere, einschließlich Elefanten, wurde 2014 von Botswanas Präsident Ian Khama, einem leidenschaftlichen Umweltschützer, verboten. Sein Nachfolger, Mokgweetsi Masisi, der letztes Jahr an die Macht kam, lies dieses Verbot nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt überprüfen. Die damit betreuten Experten hätten sich gegen das Jagdverbot ausgesprochen. Denn die frei herumlaufenden Tiere würden Dörfer und Acherland zerstören.

Aufhebung des Verbots könnte weitreichende Folgen haben

Botswana hat mit Abstand die größte Elefantenpopulation Afrikas. 2015 wurden 135.000 Elefanten registriert, die sich frei bewegen und von denen viele durch Namibia, Sambia und Simbabwe ziehen. Einige Experten schätzen sogar, dass sich ihre Zahl in dreißig Jahren fast verdreifacht hat und nun 160.000 erreichen könnte. Damit lebt etwa ein Drittel des Gesamtbestandes des Kontinents in Botswana.

Während einige befürchten, dass die Wiedereinführung der Jagd den Tourismus in Botswana ruiniert, glauben andere, dass der Schutz der Elefanten ein ernsthaftes Problem darstellt. Mit der Freigabe der Jagd würde man deshalb auch der Wilderei vorbeugen können. Die ist heute der viertgrößte illegale Markt der Welt. Wilderer haben es auf die wertvollen Elfenbeinstoßzähne der grauen Giganten abgesehen.

Im Sommer 2018 hatte die Hilfsorganisation 'Elephants Without Borders' eine Welle von Wilderern in Botswana gemeldet und zwischen Juli und September mindestens 90 Elefantenkadaver gefunden.

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