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Erschreckende Enthüllung im Disneyland: So sehr leiden die Mitarbeiter

von Inga Back Veröffentlicht am 17. Juli 2019

Abigail Disney, Erbin der Milliarden-schweren Walt Disney Company, hat Undercover das Disneyland in Kalifornien besucht. Was sie dort erlebt hat, hat sie zutiefst erschüttert.

Disney selbst beschreibt seine Themenparks als "happiest place on earth", also der glücklichste Ort der Welt. Doch immer mehr Stimmen unter den Mitarbeitern widersprechen dem. Zuletzt schrieb ein verzweifelter Mitarbeiter des Themenparks der 59-jährigen Erbin in einer Facebook-Nachricht, dass die Löhne extrem niedrig seien. Abigail erzählt im Yahoo-Interview mit Menschenrechtsaktivistin Zainab Salbi, dass sie sich deshalb dazu entschloss, in den Themenpark zu fahren und sich selbst ein Bild der Lage zu machen.

Mitarbeiter sollen Mülltonnen nach Essen durchsuchen

Die Mitarbeiter des Disneyland Themenparks in Anaheim, Kalifornien, bestätigten die Aussagen, die der Mitarbeiter in der Nachricht gemacht hatte. Eine dieser Aussagen war: "Ich weiß nicht, wie ich weiterhin Freude und Wärme ausstrahlen soll, wenn ich zuhause anderer Leute Müll plündern muss, um Essen zu finden."

Abigail soll extrem wütend geworden sein. Im Interview mit Salbi fand sie daraufhin harte Worte für den Geschäftsführer der Walt Disney Company, Robert Iger: "Bob muss verstehen, dass er auch ein Angestellter ist, genauso wie die Leute, die Kaugummi vom Bürgersteig kratzen, Angestellte sind."

Sie forderte, dass er die Gehaltsunterschiede zwischen sich und den Angestellten anpasse. Iger soll im letzten Jahr 66 Millionen verdient haben. Abigail selbst soll zwar Anteile am Unternehmen haben, jedoch keinerlei operative Entscheidungsgewalt.

Abigail selbst arbeitet nicht im Unternehmen

Abigail Disney mag zwar ebenfalls den berühmten Nachnamen tragen, sich selbst hat sie jedoch einen Namen als Aktivistin und Regisseurin für Dokumentarfilme gemacht. Sie beschäftigt sich schon seit Jahren mit sozialen Themen und hat erst vor kurzem einen offenen Brief an die US-Kandidaten 2020 unterzeichnet, in dem höhere Steuern für Multimillionäre gefordert werden, also Menschen, deren Jahresgehalt fünf Millionen Dollar übersteigt. Neben Disney-CEO Iger hätten auch andere Top-Manager zu viel Geld und Macht.

Die Schere zwischen Arm und Reich würde dadurch immer weiter aufgehen. "Ich denke, dass der Höchststeuersatz gerade niedriger ist, als er es je war. Wenn ich einen geringeren effektiven Steuersatz zahle, als meine Assistentin, dann läuft etwas grundlegend falsch", erzählte die Disney-Erbin im Interview mit CNBC.

Walt Disney Company weist Vorwürfe zurück

Die Walt Disney Company äußerte sich nach Abigails Interview in einem Statement und gab an, seinen Mitarbeitern mehr als den Mindestlohn zu zahlen. Zudem hätten sie ein Förderprogramm, das Mitarbeitern ermöglichen würde, einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen. Dies würde einen nachhaltigeren Weg nach oben ebnen.

von Inga Back

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