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Statistik: In diesen 4 deutschen Städten verdienen Frauen mehr als Männer

von Sophia Karlsson Veröffentlicht am 8. Mai 2019

Im bundesweiten Gehaltscheck schneiden Männer in Vollzeitberufen nach wie vor besser ab als Frauen. Nur in vier deutschen Städten haben die Frauen die Nase vorn.

Bundesweit verdienen Männer, die in Vollzeit arbeiten, durchschnittlich 21 Prozent mehr als Frauen in vergleichbaren Positionen. Das zeigen die jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts. In vier Städten in Ostdeutschland ist das Verhältnis jedoch umgekehrt. Das bestätigt eine neue Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

In Cottbus verdienen Frauen rund 4 Prozent mehr als Männer

Die vier Landeskreise, in denen vollzeitbeschäftigte Frauen in Deutschland gehaltstechnisch besser abschneiden als Männer, liegen alle im Osten: In Cottbus liegt der Gehaltsunterschied bei rund 4 Prozent. Auch in Frankfurt an der Oder, in Dessau-Roßlau und in Schwerin verdienen Frauen im Durchschnitt mehr.

Ein regionaler Vergleich im Jahr 2017 zeigte, dass Frauen nur in den Regionen mehr verdienen, in denen insgesamt wenig verdient wird. So fiel auf, dass alle 44 Kreise oder kreisfreien Städte, in denen die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern besonders gering waren, alle im strukturschwachen Osten liegen.

In Süddeutschland ist die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern am größten

In Bayern am Bodensee, in Ingolstadt und im Kreis Dingolfing-Landau ist der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern besonders groß: Rund 40 Prozent verdienen die Frauen in Vollzeitberufen hier weniger. Zurückzuführen ist dies auf die Automobilindustrie, die mit großen Konzernen wie BMW und Audi in diesen Regionen besonders stark ist. Statistisch gesehen werden in der Industrie mehr Männer als Frauen beschäftigt und die Jobs besonders gut bezahlt.

Im EU-Vergleich schneidet Deutschland übrigens besonders schlecht ab: So lag der durchschnittliche Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen im Jahr 2017 in Europa bei 16,3 Prozent. Mit einer Differenz von 22 Prozent im Jahr 2017 belegte Deutschland Platz 26 von 28 EU-Ländern.

von Sophia Karlsson

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