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Shitstorm: Influencer-Familie gibt Adoptivsohn wieder ab

von Jutta Eliks Erstellt am 2. Juni 2020
Shitstorm: Influencer-Familie gibt Adoptivsohn wieder ab© Getty Images

Die Youtuberin Myka Stauffer gibt ihren Adoptivsohn mit Autismus wieder ab, nachdem sie ihn vor drei Jahren aus China zu sich holte. Dafür erntet sie nun einen gewaltigen Shitstorm.

Myka Stauffer und ihr Mann James adoptierten 2017 den heute vierjährigen Huxley. Seinen Neuanfang bei Familie Stauffer hielten Myka und James, die hauptberuflich YouTube-Videos erstellen, in zahlreichen ihrer Videos fest.

Doch nun haben sie in einem Video offenbart, dass sie Huxley wieder zur Adoption freigeben. Huxley ist Autist mit motorischen Schwierigkeiten und Problemen bei der Sinnesverarbeitung.

"Nicht im Stande, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden"

"Als Huxley zu uns nach Hause kam, hatte er viel mehr besondere Bedürfnisse, als uns vorher mitgeteilt wurde", erklärt James Stauffer in einem YouTube-Video. "In den vergangenen Jahren hat Huxley viele Therapien durchgemacht, die ihm in seiner besonderen Lage helfen sollten. Im letzten Jahr ist das intensiver geworden."

Nach diversen Gesprächen mit verschiedenen Ärzten sind Myka und James zu dem Schluss gekommen, dass sie für Huxley nicht das bieten können, was er braucht.

Trotz jahrelanger Bemühungen, Anstrengungen und viel Liebe sehen sie sich nicht im Stande, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Auszüge daraus könnt ihr hier im Video sehen:

Die Adoptionsagentur soll bereits eine passende Familie für Huxley gefunden haben. Demnach soll Huxleys neue Adoptivmutter eine medizinische Fachausbildung haben und besser auf Huxley eingehen können.

Das Video, in dem Myka und James verkünden, dass sie Huxley wieder abgegeben haben, zieht einen enormen Shitstorm mit sich. Zwar können einig die besondere Belastung und Erschöpfung der Eltern nachempfinden, doch eine viel lautere Mehrheit macht den Eltern schwere Vorwürfe.

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"Du hättest dein leibliches Kind niemals aufgegeben", schreibt eine Nutzerin. "Es wurde euch zu anstrengend. Als Influencer vermarktet ihr eure Familie und setzt damit ein füchterliches Beispiel", schreibt ein anderer Nutzer.

Wir wünschen dem kleinen Huxley alles Gute und hoffen, dass er bei seiner neuen Adoptivfamilie glücklich wird.