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Jessica Biel outet sich als Impfgegnerin - und erntet harte Kritik

Video von esther.pistorius Veröffentlicht am 13. Juni 2019

Manche Dinge sollte man lieber für sich behalten. Vor allem als Promi mit Vorbildfunktion. Richtig gefährlich kann es werden, wenn Stars in der Gesundheitspolitik Partei ergreifen. So geschehen letzten Dienstag bei Schauspielerin Jessica Biel.

von Nicole Molitor

Der Impfschutz ist ein heiß diskutiertes Thema. Nicht nur bei uns in Deutschland, sondern auch in Amerika. Am 11.06.2019 kam im kalifornischen Unterhaus der neue Gesetzentwurf SB 276 auf den Tisch. Darin wird das Impfschutzgesetz so verschärft, dass es Familien und Eltern erschwert werden soll, ihre Kinder NICHT zu impfen. Das Gesetz antwortet damit u.a. auf die Masernwelle, die sich wie hierzulande auch in den USA ausbreitet, obwohl die Virenerkrankung dank Impfung eigentlich schon im Jahr 2000 als ausgerottet galt.

Indirektes Bekenntnis als Impfgegnerin

Die Zahl der Impfgegner wächst jedoch weltweit. Eine von ihnen ist scheinbar die Schauspielerin Jessica Biel. Sie war während der Debatte in der kalifornischen Versammlung an der Seite des Umweltaktivisten Robert F. Kennedy Jr. zu sehen.

Wie die Daily Beast berichtet, habe sich die Schauspielerin zwar nicht selbst gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen, wurde von Kennedy jedoch als "mutige", "effektive" und bestens informierte Gegnerin der Impfkampagne gelobt. Jessica Biel solle es "besonders brutal" finden, dass Kinder mit geschwächtem Immunsystem durch das neue Gesetz SB 276 dazu gezwungen würden, ihre Gesundheit für die Impfung aufs Spiel zu setzen.

Laut Leah Russin, einer Initiatorin des Gesetzes, sei dies jedoch gar nicht der Fall. Es gäbe nach wie vor genügend "Ausnahmeregelungen" zu deren Schutz. Zudem betont Russin, wie wichtig es gerade für gesundheitlich angeschlagene Kinder sei, dass alle anderen Personen in ihrer Umgebung geimpft seien, um die Ansteckungsgefahr einzudämmen.

Sohn Silas wurde bislang vermutlich nicht geimpft

Bereits im Jahr 2015 stand Jessica Biel in der Kritik, da sie sich offenbar weigerte, ihren damals sieben Monate alten Sohn Silas zu impfen. Dies erzählte ein Insider der In Touch Weekly. Angeblich habe die Promi-Mutter das Gefühl, dass eine Impfung "Komplikationen auslösen könnte". Papa Justin Timberlake hat bei der Entscheidung entweder nichts zu sagen oder vertritt denselben Standpunkt wie seine Frau.

Auch wenn sich die beiden bislang nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert haben, stehen sie unter Verdacht, bekennende Impfgegner zu sein. Und durch ihre Bekanntheit hat das Promi-Paar dabei mehr Einfluss als ihnen lieb sein dürfte.

WHO stuft Impfgegner als globale Gefahr ein

Wie gefährlich Impfgegner tatsächlich sind, zeigt auch die WHO (World Health Organiziation). Sie zählt die absichtliche Vermeidung bzw. Verzögerung von Impfungen zu den verheerendsten Fehlentscheidungen für die weltweite Gesundheit. So stellt die Weltgesundheitsorganisation Impfgegner seit Anfang 2019 in eine Reihe mit anderen Gesundheitsrisiken wie Luftverschmutzung, Klimawandel, Ebola und HIV.

Diese Gefahr nehmen Mütter und Väter auf der ganzen Welt sehr ernst. Da hätte es sich Jessica Biel lieber zweimal überlegen sollen, ehe sie ihren guten Ruf durch das Posen an der Seite der amerikanischen Impfgegner-Lobby riskiert. Autsch, aber diesen Shitstorm hätte sie kommen sehen müssen!

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