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Umstritten: Lena empfiehlt DIY-Mundschutz gegen Corona

von Jutta Eliks Erstellt am 25. März 2020
Umstritten: Lena empfiehlt DIY-Mundschutz gegen Corona© Getty Images

Während der Corona-Krise wird Mundschutz immer knapper. Lena Meyer-Landrut rät ihren Instagram-Followern, notfalls selbstgemachte Schutzmasken zu tragen. Doch diesen Rat finden viele zweifelhaft...

Viele Menschen möchten sich und andere vor dem Coronavirus schützen. Das klappt gut, indem man möglichst zuhause bleibt, Sicherheitsabstand zu anderen Leuten einhält und sich regelmäßig und gründich die Hände wäscht.

Problematisch wird es, wenn Prominente darüber hinaus ihren Fans Maßnahmen empfehlen, deren Wirksamkeit nicht nachgewiesen ist. Das ist bei der Aktion "#MaskenAuf" der Fall, für die zurzeit viele Promis auf Instagram werben.

Dazu zählt auch Sängerin Lena Meyer-Landrut. Sie postete auf Instagram eine Bildercollage, auf der sie unterschiedlich gestaltete, scheinbar selbstgemachte Schutzmasken trägt.

Zu ihrem Instagram-Post schreibt Lena: "Du kannst dir eine wirkungsvolle Maske zu Hause selber basteln. Aus alten T-Shirts, Küchenhandtüchern, Küchenpapier oder sogar Staubsaugerbeuteln. Das schützt laut Studien fast genau so gut wie die medizinischen Masken."

Umstrittene Empfehlung: Schutzmasken für alle

Diese prominente Empfehlung ist äußerst problematisch, denn sie verbreitet keine fundierten Informationen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Schutzmasken nur für Erkrankte, medizinisches Personal und Pflegepersonal.

Denn solche Hygienemasken schützen in erster Linie andere Menschen vor Erregern, die der Träger einer solchen Maske ausatmen könnte. Umgekehrt funktioniert der Schutz nur begrenzt, wie das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage erklärt.

"In begrenztem Maße schützen Hygienemasken auch vor dem Einatmen großer Tröpfchen oder Spritzer. Über ihre Wirksamkeit während einer Pandemie liegen noch keine ausreichenden Daten vor", heißt es.

Außerdem können Laien bei der Verwendung von Schutzmasken Fehler machen. Eine Schutzmaske sollte nach der Verwendung sofort entsorgt und auf keinen Fall wiederverwendet werden. Ansonsten kann kein ausreichender Schutz gewährleistet werden. Erst recht nicht bei selbstgemachtem Mundschutz.

Auch weil die Menge an Schutzmasken nicht unendlich ist, macht eine Begrenzung auf Erkrankte und medizinisches Personal Sinn.

Wirksamer: Zuhause bleiben und Hände waschen

Ein deutlich sicherer und nachgewiesener Schutz vor dem Coronavirus sind folgende Maßnahmen:

  • Zuhause bleiben
  • Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Metern zu anderen Menschen halten
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen
  • In die Armbeuge niesen und husten
  • Auf Hände schütteln und Umarmungen zur Begrüßung verzichten.

Quellen:
onmeda.de
Robert Koch-Institut
World Health Organization