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Master statt Prinz: Deswegen trägt Baby Archie keinen Adelstitel

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 9. Mai 2019

Prinz oder Prinzessin? Die Spekulationen um das Geschlecht von Meghans und Harrys Baby haben ein Ende. Warum Söhnchen Archie aber trotzdem kein Prinz ist, verraten wir euch hier.

Seit gestern Abend ist es raus: Der royale Nachwuchs von Herzogin Meghan und Prinz Harry heißt Archie Harrison Mountbatten-Windsor. Harrison steht dabei ganz schlicht für "Sohn von Harry". Schlicht ist auch der Name Archie, der eher untypisch für einen Adeligen ist. Das ist aber noch nicht alles, was unkonventionell bei der Namensgebung von Baby Sussex ist.

Kein Graf, kein Prinz

Der Sohn eines Prinzen ist ebenfalls ein Prinz, richtig? Nicht automatisch. Grundsätzlich ist es in der britischen Königsfamilie so, dass die Queen über die Vergabe von Adelstiteln bestimmt. Und obwohl Archie der erstgeborene Sohn von Prinz Harry ist, trägt er - Überraschung - keinerlei Titel!

Zum "Prinzen" wird eigentlich nur der älteste Nachwuchs des erstgeborenen Prinzen ernannt. Und das ist nunmal Prinz William. Dass sich auch Töchterchen Charlotte Prinzessin und der zweitgeborene Louis Prinz nennen dürfen, verdanken sie dem Gutdünken der Queen. Diese hat sich kurzerhand vom Verdikt ihres Großvater George V. verabschiedet und sämtlichen Kindern von William den royalen Titel gestattet. Sehr großzügig!

Ein "Prinz" hätte Archie als Sohn des Zweitgeborenen, Prinz Harry, also ohnehin nur durch Einlenken der Queen werden können. Dass die Queen ihrem Enkel den Titel aberkannt hat, ist allerdings unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist es, dass Mama Meghan und Papa Harry es abgelehnt haben, ihrem Sohn einen Adelstitel voranzustellen. Dabei wäre ein "Earl of Dumbarton" ("Graf von Dumbarton") durchaus möglich gewesen. Prinz Harry trägt schließlich denselben Titel.

Mehr Normalität ohne Adelstitel

Wie die Daily Mail berichtet, verurteile die Betitelung als "His/Her Royal Highness" (HRS) die Person zu mehr Verantwortung und schränke sie stärker ein. Ohne diesen Titel stehe es Archie beispielsweise frei, eigene Geschäftsinteressen zu vertreten - auch außerhalb der UK. Ein Stück mehr Normalität, das scheinen Harry und Meghan ihrem Nachwuchs zu wünschen.

Zudem ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass Archie je regieren wird. An siebter Stelle in der Thronfolge hat er schließlich gut abwarten. Das ist offenbar auch seinen Eltern bewusst, die ihn entsprechend nicht unnötig mit einem Adelstitel "belasten" wollten.

So wird Archie offiziell angesprochen

Prinz Archie und Graf Archie scheiden also aus. Wie also wird der nicht-und-irgendwie-eben-doch-royale Nachwuchs nun offiziell angesprochen? Meghan und Harry belassen es bei einem simplen "Master" - der höflichen englischen Anrede für junge Männer.

Master Archie, also. Sehr unaufgeregt und sympathisch, wie wir finden. Wer weiß, vielleicht tritt Archie Harrison ja auch in die Fußstapfen von Mama Meghan und wird Schauspieler. Einen klangvollen Namen hätte er dafür auf jeden Fall!

von Nicole Molitor