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Milla Jovovich: Immer noch Alpträume nach ihrer Abtreibung

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 16. Mai 2019

In den USA wird immer mehr prominente Kritik an der Verschärfung des Abtreibungsgesetzes laut. Jetzt meldet sich auch Schauspielerin Milla Jovovich zu Wort - mit einer ganz privaten Warnung.

Erst vor drei Tagen hat Alyssa Milano zum Sex-Streik aufgerufen, um Frauen an die Selbstbestimmung ihres Körpers zu erinnern. Nun fühlt sich auch Schauspielkollegin Milla Jovovich dazu genötigt, ihre ganz persönliche Geschichte zum Horror Abtreibung zu erzählen. Premiere, denn sie habe die schreckliche Erfahrung eigentlich für sich behalten wollen, wie sie in ihrem neuesten Instagram-Post berichtet.

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I don’t like to get political and I try to only do it if a really have to and this is one of those times. If someone doesn’t want to continue reading, you have been warned. Our rights as women to obtain safe abortions by experienced doctors are again at stake. Last Tuesday, Georgia Governor Brian Kemp signed a draconian bill into law that outlaws all abortions after six weeks — before most women even realize they’re pregnant — including in cases of RAPE OR INCEST. This makes Georgia the sixth state to pass such a restrictive six-week abortion ban, joining Ohio, Mississippi, Kentucky, Iowa, and North Dakota. These laws haven’t been passed yet, but lawmakers in these states are trying. Abortion is hard enough for women on an emotional level without having to go through it in potentially unsafe and unsanitary conditions. I myself went through an emergency abortion 2 years ago. I was 4 1/2 months pregnant and shooting on location in Eastern Europe. I went into pre term labor and told that I had to be awake for the whole procedure. It was one of the most horrific experiences I have ever gone through. I still have nightmares about it. I was alone and helpless. When I think about the fact that women might have to face abortions in even worse conditions than I did because of new laws, my stomach turns. I spiraled into one of the worst depressions of my life and had to work extremely hard to find my way out. I took time off of my career. I isolated myself for months and had to keep a strong face for my two amazing kids. I started gardening, eating healthier and going to the gym everyday because I didn’t want to jump into taking anti depressants unless I had tried every other alternative. Thank God I was able to find my way out of that personal hell without turning to medication, but the memory of what I went through and what I lost will be with me till the day I die. Abortion is a nightmare at its best. No woman wants to go through that. But we have to fight to make sure our rights are preserved to obtain a safe one if we need to. I never wanted to speak about this experience. But I cannot remain silent when so much is at stake. #prochoice #prochoicegeneration

Ein Beitrag geteilt von Milla Jovovich (@millajovovich) am Mai 14, 2019 um 11:02 PDT

Schwere Depressionen nach Notfall-Abtreibung

Wie die Schauspielerin schreibt, habe sie vor zwei Jahren eine Notfall-Abtreibung durchgemacht. Sie war gerade für Dreharbeiten in Osteuropa unterwegs und viereinhalb Monate schwanger. Ihre Wehen hätten verfrüht eingesetzt und man habe ihr gesagt, dass sie während des Eingriffes die ganze Zeit bei Bewusstsein sein müsse.

"Es war eines der schlimmsten Erlebnisse, die ich je mitmachen musste. Ich habe immer noch Alpträume davon. Ich war alleine und hilflos", so Milla Jovovich. Sie habe nach der Abtreibung eine Pause von ihrer Karriere nehmen müssen und sei in schwere Depressionen gefallen. Um für ihre beiden Kinder stark zu sein und nicht in Abhängigkeit von Anti-Depressiva zu geraten, habe sie versucht sich mit Sport, Gartenarbeit und gesundem Essen abgelenkt.

Kampf für sichere Abtreibungen

Jetzt, wo auch im Bundestaat Alabama das Abtreibungsgesetz so verschärft werden soll, dass Ärzte bei einer durchgeführten Abtreibung mit 99 Jahren Haft bestraft werden, kann und will Milla Jovovich nicht länger schweigen. Ihr drehe sich der Magen um, wenn sie daran denke, dass Frauen durch das Verbot gezwungen würden, eine Abtreibung in einer schmutzigen oder unsicheren Umgebung durchführen lassen zu müssen.

Abtreibungen seien die "Hölle schlechthin", schon emotional, erklärt die Schauspielerin. Keine Frau wünsche sich das. Um den Eingriff nicht zusätzlich zu erschweren oder zu kriminalisieren, ruft Milla Jovovich alle dazu auf, für das Recht auf Selbstbestimmung zu kämpfen und sich den Abtreibungsgegnern entgegenzustellen.

von Nicole Molitor

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