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Mom-Shaming: Darum erntet Neu-Mama Amy Schumer harte Kritik

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 21. Mai 2019

Nur zwei Wochen nach der Geburt ihres ersten Kindes, Sohn Gene Attell, stand Amy Schumer gestern wieder auf der Bühne. Statt der Neu-Mama zu so viel Power zu gratulieren, verlieren sich ihre Instagram Follower im Mom-Shaming. Werfen ihr vor, sie würde es übertreiben. Wir sagen, Schluss damit!

Nur drei Tage nach der Geburt von Sohn Archie war Prinz Harry wieder beruflich unterwegs, nahm Termine wahr und die Welt feierte den Super-Daddy, der sich so fürsorglich um seine Familie kümmert. Gestern stand Amy Schumer zwei Wochen nach der Geburt ihres ersten Kindes wieder auf der Bühne und statt diese Super-Power-Frau dafür zu feiern, hagelt es Kritik.

Schumer postete letzte Nacht ein Foto auf Instagram, welches sie auf der Bühne einer Comedy Show zeigt. Darunter schreibt die 37-Jährige nur, "Foto von heute Abend von @hewasfunny. Ich bin zurück."

Nur zwei Wochen nach der Geburt ist Amy Schumer so fit, dass es sie zurück auf die Bühne zieht. Die Welt sollte niederknien vor dieser Frau, die allen zeigt, wie stark sie ist. Ihr gehört von nun an tosender Applaus, wo auch immer sie langgeht.

Stattdessen aber hagelt es klassisches Mom-Shaming unter ihrem Bild. Vor allem Userinnen kommentieren ihre 'verfrühte' Rückkehr negativ. "Herrgott Amy, lass doch erst mal die Wunden heilen. Ich bin immer noch auf der Couch und mein Jüngster ist 3", kommentiert eine Userin. "Jetzt schon? Das ist Wahnsinn!! Und unmenschlich!! Vertrag hin oder her, du hast das Recht auf mindestens 6 Wochen Mutterschutz" schreibt eine andere.

Und ja, wir verstehen, woher die Meinungen dieser Frauen kommen. Eine Geburt ist anstrengend und kräftezehrend. Aber eine Geburt gleicht niemals einer anderen. Jede Frau macht ihre eigenen Erfahrungen. Jede Frau erlebt die Geburt anders und vor allem fühlt sich jede Frau nach der Geburt anders.

Amy Schumer strotzt vor Kraft

Amy Schumer hatte eine anstrengende Schwangerschaft: Beinahe täglich musste sie sich übergeben, litt, wie damals auch Herzogin Kate, unter schwerer Hyperemesis gravidarum, musste mehrfach Auftritte absagen und stattdessen ins Krankenhaus und an den Tropf. Und das ist mit der Geburt ihres Kindes endlich vorbei. Vermutlich strotzt Amy Schumer jetzt vor Kraft. Endlich ist sie wieder mehr Herr(in) über ihren Körper. Und das zeigt sie allen auf eindrucksvolle Weise.

Statt ihr also Vorwürfe zu machen und ihr sagen zu wollen, wie sie sich gefälligst zu fühlen und zu benehmen hat, sollten wir Amy Schumer feiern. Und zwar dafür, dass sie macht, wonach ihr der Sinn steht. Dass sie nichts gibt auf soziale Standards und Normen. Und dass sie eine verdammt coole Frau ist, die verbohrten und sexistischen Meinungen den Kampf angesagt hat.

Ein Hoch auf Amy!

Und nur, damit das niemand in den falschen Hals bekommt: Jede Frau macht ihre ganz eigenen, persönlichen Erfahrungen. Niemand muss zwei Wochen nach der Geburt in den Job zurückkehren. Aber jede Frau darf. Und niemand sollte darüber urteilen. Vielmehr sollten wir Frauen, Mamas oder nicht, uns gegenseitig unterstützen, Mut zurprechen und Kraft geben.

von Anne Walkowiak