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Noch ansteckender? Was du zur Corona-Variante XE wissen musst!

von Anne Walkowiak Erstellt am 13.04.22 um 14:05

Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland sind aktuell zwar noch hoch, aber bereits rückläufig. Doch eine neue Variante aus zwei Sub-Typen der ansteckenden Omikron-Variante bereitet den Experten Sorgen. Was bereits zu XE bekannt ist, wollen wir erklären.

Mit den steigenden Temperaturen und den aktuell rückläufigen Corona-Infektionszahlen sind die meisten Menschen guter Dinge, dass wir die Pandemie bald endgültig hinter uns lassen können. Doch ganz so optimistisch sollten wir unter Umständen noch nicht sein.

Was Experten aktuell alarmiert, ist eine Untervariante des Coronavirus mit dem Namen XE. Sie ist eine Rekombination aus den beiden mutierten Subtypen der Omikron-Variante, den Stämme BA.1 und BA.2.

Zudem gibt es noch zwei weitere Rekombinationen des Omikron-Virus, nämlich XD und XF, bestehend aus den Stämmen Delta und Omikron BA.1. Variante XE, so die Experten, steche unter den Rekombinationen aber besonders hervor.

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Britische Forscher beobachten XE genau

In den stetig andauernden Untersuchungen des Corona-Virus, entdeckten britische Forscher der Health Security Agency (UKHSCA) die drei Rekombinationen der Omikron-Variante und konnten beobachten, dass vor allem XE sich schneller verbreitet als die beiden anderen.

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Den ersten Fall der XE-Variante verzeichneten die Wissenschaftler bereits im Januar 2022. Bis zum 22. März 2022 stieg die Zahl auf 763 Fälle, wobei 637 davon alleine im März registriert werden konnten. Eine schwindend geringe Zahl, schaut man sich das gesamte Infektionsgeschehen an. Warum also Sorgen machen?

Nicht jede Probe eines positiven Coronatests kann und wird auf die auslösende Variante untersucht. Denkbar ist deshalb, dass XE schon bald die vorherrschende Corona-Variante sein könnte und damit Omikron BA.2 verdrängt.

Woher stammt eine Rekombination wie XE?

Viren verändern und entwickeln sicher immer weiter. Zu einer Rekombination kann es kommen, wenn eine Person sich mit zwei oder sogar mehr Varianten angesteckt hat. Das genetische Material der Varianten mischt sich im Körper des Patienten.

Rekombinationen sind auch keine Seltenheit und kommen immer wieder vor. In der Regel aber, sterben sie relativ schnell ab, weil sie sich nicht gegen eine vorherrschende Variante durchsetzen können.

Ist XE noch ansteckender als Omikron?

Die Wissenschaftler und auch die Weltgesundheitsorganisation gehen aktuell davon aus, dass XE tatsächlich ansteckender sein könnte als Omikron, in etwa 10 % ansteckender. Allerdings sind diese Aussagen mit Vorsicht zu genießen, denn die Datenlage ist zu XE ist noch klein.

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"Diese spezielle rekombinierte Variante XE hat eine variable Wachstumsrate gezeigt, wir können aber noch nicht bestätigen, ob sie wirklich einen Wachstumsvorteil hat“, so eine Expertin des britischen Forscherteams. "Bisher gibt es noch nicht genügend Beweise, um Rückschlüsse auf die Übertragbarkeit, den Schweregrad oder die Wirksamkeit des Impfstoffs zu ziehen.“

Ob die Corona-Variante XE tatsächlich ansteckender ist, ob sie sich durchsetzt und uns eine weitere Infektionswelle erwartet und ob wir schon bald wieder Schutzmaßnahmen ergreifen müssen, kann man zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen.

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Was uns also bleibt, um uns weiterhin vor einer Ansteckung zu schützen, sind die bereits bekannten Strategien: Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen, Lüften, wenn wir uns mit mehreren Personen drinnen aufhalten und besonders wichtig, die Impfung.