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Nike: Plus-Size-Neuerung löst Shitstorm aus

Video von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 13. Juni 2019

Das Sportlabel Nike wirbt seit kurzem mit einer Schaufensterpuppe im Plus-Size-Format. Während viele diesen Schritt feiern, vergreift sich eine britische Journalistin gewaltig im Ton und erntet einen riesigen Shitstorm.

von Anne Walkowiak

Nike ist ein riesen Coup gelungen, denn als erste Sportmarke wirbt das Label in seinem Londoner Flagship Store mit einer Plus-Size-Schaufensterpuppe. Neben den üppigen Mannequins stellt Nike seine Frauen-Sportmode zudem an Puppen mit Handicap aus.

Den Schritt ist die Sportmarke nach eigenen Angaben gegangen, weil die Nachfrage nach Mode in Übergrößen in den letzten Monaten gestiegen sei.

"Um die Vielfalt und Inklusivität des Sports zu feiern, werden auf dem Gelände nicht nur lokale Elite- und Breitensportler durch visuelle Inhalte gewürdigt, sondern erstmals auch Nike Plus-Size- und Parasport-Mannequins auf einer Verkaufsfläche gezeigt", äußert sich der Pressesprecher der Marke in einem Interview mit Complex.

Kritischer Artikel löst Shitstorm aus

Viele Menschen reagierten positiv auf den Schritt der Marke. Denn Schaufensterpuppen wie diese würden endlich reale Figuren zeigen.

Trotzdem ist nicht jeder begeistert von Plus-Size-Schaufensterpuppen. Redakteurin Tanya Gold, vom britischen 'The Telegraph' schien in ihrem Meinungsstück alles andere als erfreut darüber.

"Die neue Schaufensterpuppe ist fettleibig und sie bereitet sich in ihrem glänzenden Nike-Anzug bestimmt nicht auf einen Lauf vor. Sie kann nicht laufen. Sie ist viel eher Fast-Diabetikerin und auf dem Weg eine neue Hüfte zu bekommen. Was für ein schrecklicher Zynismus ist das, Nike?", schreibt die Redakteurin.

Egal, ob sie es bewusst provokant geschrieben hat oder ob es einfach nur engstirnig von ihr ist, die Autorin erntete für ihren Artikel einen dicken Shitstorm. "Ich trainiere sechs Tage die Woche. Ich bin fett. Ich trage Sportklamotten beim Workout. Die Welt dreht sich weiter. Also halt die Klappe", kommentiert eine Userin bei Twitter. "Nur weil jemand dick ist, heißt das nicht, dass Sport für ihn ein Fremdwort ist. Wir sollten nicht aufgrund von Körpermaßen Schlussfolgerungen zu Gewohnheiten ziehen." schreibt eine andere.

Viele, vor allem weibliche, Twitter-Nutzerinnen forderten zudem vom 'The Telegraph', sich für diesen Artikel zu entschuldigen. Die Zeitung reagierte darauf, und druckte ein paar Tage später ein anderes Meinungsstück zu den Plus-Size-Mannequins, in welchem hervorgehoben wurde, dass passende Sportkleidung einen ja auch zum Sport animieren könne.

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