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Schokolade im Öko-Test: Nur diese zwei Sorten sind "gut"

von Sophia Karlsson Veröffentlicht am 25. November 2019

Bei welcher Schokolade dürfen wir im Supermarkt zugreifen? Die Zeitschrift 'Öko-Test' hat 25 Milchschokoladen getestet. Nur zwei Sorten konnten dabei wirklich überzeugen.

Egal, ob Vollmilch oder Zartbitter: Die meisten Schoko-Liebhaber kennen bereits ihre Lieblingssorte im Supermarktregal. 'Öko-Test' könnte allerdings jetzt dafür sorgen, dass wir unsere Wahl noch einmal überdenken. Das Verbraucher-Magazin hat nämlich 25 verschiedene Milchschokoladen genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nur zwei Sorten erhielten die Note "gut" und nur eine einzige Schokolade ist frei von Mineralöl.

Doch neben den Verunreinigungen mit Mineralöl zählen auch die schlechten Arbeitsbedigungen bei der Herstellung zu den großen Problemen unserer geliebten Milchschokolade.

Milchschokolade im Test: Ritter Sport und Rapunzel überzeugen

Geprüft wurden die unterschiedlichsten Sorten Milchschokolade, von den Klassikern, wie Milka, Lindt und Ritter Sport, bis hin zu Bio- und Fairtrade-Produkten. Besonderes Augenmerk lag auf den Inhaltsstoffen und auf den Produktionsbedingungen.

Nur zwei Sorten schneiden beim Test mit "gut" ab - "Alpenmilch" von Ritter Sport und die Sorte "Dunkle Vollmilch, Hand in Hand" von Rapunzel. Beide konnten vor allem mit ihren Inhaltsstoffen überzeugen. So wurden bei der Ritter Sport Schokolade nur Spuren von Mineralölbestandteilen festgestellt. Die Fairtrade-zertifizierte Schokolade von Rapunzel konnte außerdem die Herstellung lückenlos bis zum Bauern nachweisen.

Enttäuschend: Milka und Lindt erhalten die Note "mangelhaft"

Enttäuschend sind dagegen die Test-Ergebnisse der Alpenmilch-Schokolade von Milka und Lindt. Beide überzeugten zwar geschmacklich, enthalten jedoch viele Mineralöl-Rückstände und zugesetzte Aromen. Zudem konnten beide Hersteller keine vollständigen Nachweise bei der Lieferkette machen.

Auch bei der Bio Vollmilchschokolade "Naturland" von dm liegen die Werte von Mineralöl über dem Orientierungswert, der von den Lebensmittelämtern und dem Lebensmittelverband Deutschland festgelegt wurde. In Tierversuchen haben die enthaltenen Stoffe zu Schäden an der Leber geführt.

Teuerste Schokolade landet auf dem letzten Platz

Ausgerechnet das teuerste Produkt erhielt beim Öko-Test die Note "ungenügend". Bei der Sorte "Dunkle Vollmilch" von Hachez konnte eine "sehr stark erhöhte" Belastung von Mineralöl festgestellt werden. Hinzu komme eine mangelnde Transparenz bei der Kakaoproduktion. So könnte Kinderarbeit und Entwaldung bei dert Herstellung nicht ausgeschlossen werden.

von Sophia Karlsson