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Streik in der Fabrik: Gibt es bald kein Nutella mehr?

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 4. Juni 2019

Müssen wir unser Frühstücksbrot bald ohne Nutella essen? Denn seit nunmehr sechs Tagen streikt die Belegschaft des weltgrößten Nutella-Werks und blockiert jegliche Zufahrten. Und das ist schon das zweite Mal in diesem Jahr, dass der Betrieb in dem französischen Werk ruht.

Das Nutella-Werk im nordfranzösischen Villers-Écalles ist das größte seiner Art. Bei Normalbetrieb werden täglich rund 600.000 Nutella-Gläser gefüllt, ein Viertel der weltweiten Produktion. Doch jetzt steht der Betrieb still - und das seit sechs Tagen. Rund 160 der insgesamt 350 Angestellten streiken, so berichtet der Spiegel. Die Mitarbeiter fordern mehr Lohn und zudem eine Prämie von 900 Euro für jeden Mitarbeiter.

Um ihre Forderungen durchzusetzen, haben die Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt und blockieren zudem seit knapp einer Woche alle Zugänge zum Werk. Das bedeutet, dass weder ein Lieferwagen das Werk verlassen, noch einer das Werk erreichen kann. Die Zutaten für die Herstellung der Nuss-Nougat Creme werden zunehmend knapp.

Es ist kein Ende des Streiks in Sicht

Damit liegt die Arbeit in dem französischen Werk in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal nieder. Bereits im Februar musste die Produktion des Brotaufstrichs gestoppt werden. Damals waren "Qualitätsmängel" eines Vorprodukts der Creme bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden, berichtete Ferrero Frankreich damals. Worum es sich genau handelte, wurde nicht bekannt gegeben.

Den aktuellen Streik will die Geschäftsleitung nun mit aller Härte stoppen. Jedem Streikenden werde ein Bußgeld von 1.000 Euro pro Stunde auferlegt, droht die Leitung, wenn die Blockade nicht beendet und die Arbeit wieder aufgenommen werde. Nach Angaben der Geschäftsleitung habe man versucht, Gespräche mit der Gewerkschaft zu führen, diese sei jedoch nicht bereit gesprächsbereit gewesen.

von Anne Walkowiak