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Sarah Connor: Ist DIESER Song zu anstößig fürs Radio?

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 4. Juni 2019

Das neue Album von Sarah Connor 'Herz Kraft Werke' kommt offenbar nicht bei allen gut an: Einige Radiosender weigern sich, das Lied 'Vincent' zu spielen - wegen EINER Liedzeile.

Vier lange Jahre haben Fans auf ein neues Album von Sarah Connor gewartet. Am 31. Mai war es dann endlich soweit: Die Sängerin brachte endlich ihre neue Platte 'Herz Kraft Werke' auf den Markt und zeigt sich darin persönlicher und intimer als je zuvor. Viele der Songs scheinen der 38-Jährigen lyrisch direkt aus der Seele zu sprechen.

Doch gerade diese Offenheit befürworten offenbar nicht alle Hörer. So berichtet die 'Bild', dass einige Radiosender speziell den Song 'Vincent' boykottieren. In dem Lied geht es um das Coming-Out eines Jugendlichen und offenbar ist es die erste Zeile des Songs, an dem sich einige Sender stören. Dort singt Connor: "Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt."

Ist der Songtext zu "obszön" fürs Radio?

Laut Informationen der 'Bild' läuft das Lied deshalb zum Beispiel beim Berliner Sender 'Radio Teddy' gar nicht und bei 'Antenne Niedersachen' nur morgens nicht, wenn Eltern ihre Kinder zur Schule fahren. Daniel Stupp, der Programmdirektor von 'Hit-Radio Antenne' erklärt: "Tagsüber spielen wir eine entschärfte Version des Lieds, weil wir unseren Auftrag als familienorientiertes Programm ernst nehmen."

Es ist aber nicht jeder der Meinung, dass 'Vincent' ein skandalreifer Song ist. So sprach sich 'HR3'-Musikchef Christian Brost für die Message des Songs aus. Im Gespräch mit der 'Bild' erklärt er: "Er ist ein Statement, weil es um Toleranz geht. Wir haben mit einem Psychologen gesprochen, ob das Lied 'Vincent' Auswirkungen auf Kinder mit diesem Namen hat. Er hat darin aber kein Problem gesehen."

Sarah Connor befürwortet die Empörung

Sängerin Sarah Connor selbst lässt sich von der Empörung über ihr Lied nicht stören. Im Gegenteil: Dass sie mit ihrem Songtext Aufsehen erregt, gefällt ihr - und war ihr zuvor bewusst. "Ich weiß, dass die erste Zeile erstmal verblüfft, überrascht und vielleicht sogar empört. All das ist gut und wichtig für die Auseinandersetzung mit dem Thema", so die Musikerin gegenüber der 'Bild'.

Wenn es nach ihr ginge, sollten die Menschen noch viel mehr über das Lied sprechen. Und sich selbst fragen, "warum einem die erste Zeile eigentlich so aufstößt." Denn aus der Debatte um 'Vincent' zieht Connor ein klares Fazit: "Ich glaube, wir halten uns für toleranter und offener, als wir tatsächlich sind."

von Maike Schwinum