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Stefanie Giesinger: Gut gemeinte Aktion geht nach hinten los

Video von esther.pistorius Veröffentlicht am 20. November 2019

GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger reist momentan durch Malawi und setzt sich dort für Projekte der Welthungerhilfe ein. Genau dafür kassiert das Model nun einen Shitstorm.

von Jutta Eliks

Model und Influencerin Stefanie Giesinger, die 2014 ‘Germany’s Next Topmodel’ gewann, möchte ihre Reichweichte nutzen, um sich für humanitäre Projekte zu engagieren. Zurzeit befindet sie sich in Malawi und setzt sich dort für Projekte der Welthungerhilfe ein.

“Im Jahr 2019 leiden mehr als 820 Millionen Menschen an Hungersnot, während wir Europäer Milliarden für Konsumgüter ausgeben”, schreibt Stefanie auf Instagram. “Ich glaube daran, dass jeder von uns etwas dazu beitragen kann, dieses Problem zu lösen. Das ist mein Beitrag dazu.”

"Was du hier teilst, ist in höchstem Maße rassistisch"

Stefanie postet auf Instagram Bilder aus Malawi, die zeigen, wie sie Essen an Kinder verteilt und sich mit diesen Kindern unterhält. In einem Video filmt sich Stefanie im Selfie-Modus und schwenkt dann zu den Kindern rüber, die lachen müssen, als sie sich in Stefanies Handy sehen. "Ich glaube, sie haben noch nie sich selbst gesehen", sagt Stefanie dazu.

Genau diese Berichterstattung stört sehr viele von Stefanies Followern. "Setze dich mit dem Thema « White Savior Complex » auseinander. Was du hier teilst, ist in höchstem Maße #rassistisch", schreibt eine Nutzerin. "Bitte Privilegien checken und reflektierter damit umgehen", kommentiert eine andere Nutzerin.

White Savior Complex

Stefanie wird vorgeworfen, mit ihren Bildern und Selfie-Videos sich selbst als Heldin und "weiße Retterin" in den Mittelpunkt zu rücken. Viele Nutzer empfehlen ihr, stattdessen auf ihrem Instagram-Account die Helfer zu Wort kommen zu lassen, die sich vor Ort täglich für die Menschen in Malawi engagieren.

Stefanie und ihr Team haben die negative Kritik bereits wahrgenommen und Besserung versprochen. "Wir hören euch und wir verstehen, was ihr sagt. Wir werden sensibler damit umgehen, wie wir unsere Arbeit in Malawi zeigen", schreibt Stefanie auf Instagram.