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Studie warnt: Mamas, kümmert euch um euer Geld!

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 8. Mai 2019

Eine neue Studie zum Muttertag zeigt, dass die meisten Mütter sich nicht genug mit ihren Finanzen auseinandersetzen - gleichzeitig aber eine große Vorbildfunktion in Sachen Geld für ihre Kinder haben.

Altersarmut und entsprechende finanzielle Vorsorge ist ein wichtiges Thema für uns alle - doch besonders Mütter sollten sich mehr damit auseinandersetzen. Das besagen zumindest die Ergebnisse einer Studie, die das Zinsportal 'WeltSparen' zum Muttertag am 12. Mai durchgeführt hat.

Insgesamt befragte das Portal 2.016 Deutsche - davon 1.036 Frauen und 980 Männer - um herauszufinden, welche Rolle Mütter beim Thema Finanzen wirklich einnehmen und wie sie mit Geld umgehen.

Finanzwissen: Männer vs. Frauen

Die Befragung ergab: Die meisten Frauen haben in Sachen Finanzwissen wirklich Nachholbedarf. So schätzten zwei Drittel der befragten Frauen ihr Wissen rund um Geld mittelmäßig bis schlecht ein. Bei den Männern hingegen waren es 55 Prozent. Natürlich spielt hier auch die Selbsteinschätzung eine Rolle, die bei Frauen generell kritischer ist.

Trotzdem gaben 59 Prozent der Studienteilnehmerinnen an, sich finanziell unabhängig zu fühlen. 14 Prozent wiederum sagten aus, ihren Lebensunterhalt nicht allein bestreiten zu können und zum Beispiel von Angehörigen oder vom (Ex-)Partner abhängig zu sein.

So prägen Mütter das Finanzwissen ihrer Kinder

Es bleibt die Frage: Wie beeinflusst dieses fehlende Wissen unsere Kinder? Schließlich prägen Eltern ihre Kinder in vielen Dingen und nehmen deshalb auch sicher beim Thema Finanzen eine Vorbildrolle ein. So gaben 17 Prozent der Studienteilnehmerinnen an, im Umgang mit Geld vor allem von ihren Müttern beeinflusst worden zu sein.

Bei den Söhnen sahen lediglich 11 Prozent ihre Mutter als Vorbild und dagegen 15 Prozent ihren Vater. Erwähnenswert ist auch, dass die Meisten der Befragten (41 Prozent) angaben, überhaupt kein Vorbild in Sachen Finanzen zu haben.

Altersarmut: Sorgen Mütter ausreichend vor?

Zwar fühlt sich die Mehrheit der befragten Frauen finanziell unabhängig, doch wenn es um Altersvorsorge geht, werden erneut Lücken deutlich: Nur 37 Prozent der Teilnehmerinnen gaben an, fürs Alter vorzusorgen. Als Grund für die fehlende Absicherung gab die Hälfte der Frauen an, nicht die finanziellen Mittel für eine ausreichende Absicherung zu haben.

Dabei sind es gerade Mütter, die unter einer zu geringen Altersvorsorge leiden. Sie verdienen, meist aufgrund einer Teilzeitbeschäftigung, oft weniger als Männer und steigen häufiger für die Elternzeit aus dem Berufsleben aus. Diese Faktoren führen zu einer niedrigeren gesetzlichen Altersrente als die ihrer männlichen Kollegen.

Es ist deshalb so wichtig, dass das Thema finanzielle Vorsorge, ganz besonders für Mütter, mehr Bewusstsein und Aufklärung braucht. Und das nicht nur am Muttertag!

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von Maike Schwinum