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Studie zeigt: Gehgeschwindigkeit beeinflusst unsere Lebensdauer

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 31. Mai 2019

Wer hätte das gedacht: Ob wir im Alltag schnell oder langsam unterwegs sind, soll tatsächlich einen Einfluss auf unsere Lebensdauer haben. Das hat eine aktuelle Studie ergeben.

Manch einer schlendert lieber durch die Straßen, andere haben stets ein flottes Schritttempo drauf. Aber laut einer neuen Studie sagt unsere alltägliche Gehgeschwindigkeit deutlich mehr aus, als die reine Tatsache, wie schnell wir an ein Ziel kommen möchten.

Ein Forscherteam des Leicester Biomedical Research Centre hat in Großbritannien eine halbe Millionen Probanden untersucht und dabei herausgefunden: Zwischen unserer durchschnittlichen Gehgeschwindigkeit und unserer Lebenserwartung gibt es einen Zusammenhang. Sogar über unsere allgemeine Gesundheit lassen sich Schlüsse ziehen.

Wer schneller geht, lebt länger

In der Studie des Leicester Biomedical Research Centre wurden über einen Zeitraum von sieben Jahren Beobachtungen angestellt. Die Teilnehmer sollten angeben, ob sie ihr Schrittempo als langsam, durchschnittlich oder schnell einstufen.

Des Weiteren wurde beobachtet, wie viele Probanden während des Forschungszeitraums verstarben. Anhand von statistischen Hochrechnungen konnten dann Zusammenhänge zwischen Schritttempo und Lebensdauer ermittelt werden.

Das Ergebnis: Menschen, die schnell gehen, haben auch eine höhere Lebenserwartung. Also einfach schneller laufen und dadurch länger leben? Ganz so einfach ist es dann doch nicht, denn das Forschungsteam fand ebenfalls heraus, dass schnelle Geher insgesamt eine bessere Fitness aufwiesen und dadurch länger lebten.

Gewicht ist kein Indikator

Anders als häufig annommen, spielte das Gewicht der Befragten dabei keine wirkliche Rolle. Auch Menschen mit erhöhtem BMI lebten länger, wenn sie im Alltag schnell unterwegs waren. Die körperliche Fitness eines Menschen scheint daher entscheidend für die Lebensdauer zu sein und nicht nur sein Gewicht.

von Nicola Pohl