Home / Buzz / Aktuelles / Studie: Kann Vitamin D das Krebsrisiko wirklich senken?

© Getty Images
Buzz

Studie: Kann Vitamin D das Krebsrisiko wirklich senken?

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 11. Juni 2019

Eine US-Studie hat ergeben, dass Vitamin D die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, um 13 Prozent senken kann. Die Forscher sehen jedoch keinen eindeutigen Zusammenhang mit dem Erkrankungsrisiko.

Wie mehrere Medien berichten, hat eine Studie der Michigan State University und dem Hurley Medical Center mit 80.000 Probanden ergeben, dass Vitamin D möglicherweise vor einem frühzeitigen Tod durch eine Krebserkrankung schützen kann. Allerdings schreiben die Forscher auch in der Studie: "Im Vergleich zu Placebo wurde Vitamin D nicht mit einer signifikanten Reduktion der Krebsinzidenz assoziiert", somit habe die vermehrte Einnahme von Vitamin D keinen Einfluss auf das Risiko, überhaupt an Krebs zu erkanken. Das deckt sich mit den Aussagen, die im Januar 2019 im 'New England Journal of Medicine' veröffentlicht wurden.

Warum ist Vitamin D so wichtig?

Im Allgemeinen nimmt der menschliche Körper lebenswichtige Vitamine über die Nahrung auf. Wie so oft gibt es hier auch eine Ausnahme: Vitamin D. Dieses kann der Körper nämlich selbst produzieren. Notwendig dazu ist allein Sonnenlicht, das auf die Haut scheint. Vitamin D ist für die Aufnahme von Calcium entscheidend. Dieses reguliert den Auf- und Abbau von Knochen. Ein Vitamin-D-Mangel kann daher schwere Schäden an den Knochen verursachen und möglicherweise zu Knochenschwund führen (Osteoporose). Mehr Hintergrundwissen zu Vitamin D liefert onmeda.de.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist ein Großteil der deutschen Bevölkerung nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. Zwar liege nur bei einem geringem Prozentsatz ein Mangel vor, dennoch würden viele Menschen nicht von dem präventiven Potenzial des Vitamin D's profitieren.

Weiter heißt es in den Erläuterungen der DGE, dass Erwachsene ungefähr die Hälfte des Jahres einmal täglich ein Viertel der Körperoberfläche der Sonne aussetzen können bzw. sollten - am besten während der Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr. Als groben Richtwert wird eine Zeitspanne, abhängig vom Hauttyp, von 5 bis maximal 25 Minuten empfohlen. Sonnenbrand gilt es in jedem Fall zu vermeiden!

Die meisten Menschen verbringen ihre Zeit jedoch immer seltener draußen im Sonnenlicht, sie sind beispielsweise durch ihren Job häufiger im Büro oder in einer Werkstatt anzutreffen. Daher besteht bei großen Anteilen der Bevölkerung ein Vitamin-D-Mangel. Um diesen festzustellen, lohnt sich ein Besuch beim Arzt. Um einem Mangel entgegenzuwirken, kann neben einer Vitamin-D-reichen Ernährung mit fettem Fisch wie Lachs und Hering, geraten werden. Eine Unterstützung mit der Einnahme von Vitamin-D-Präparaten sollte nur in Absprache mit einem Arzt stattfinden, da hierbei einiges beachtet werden muss.

Eingehendere Hinweise zum Sonnenbaden und Vitamin D hat das Bundesamt für Strahlenschutz in Zusammenarbeit mit dem UV-Schutz-Bündnis herausgegeben, hier geht's zu den Tipps.

Machen uns fit & schön: Das solltest du über Vitamine wissen!

von Jane Schmitt