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Unfair produziert: Meghan erntet Shitstorm wegen Archies Babydecke

Video von esther.pistorius Veröffentlicht am 30. Juli 2019

Reporter der britischen Boulevardzeitung 'Daily Mail' haben sich die Fabrik angeschaut, in der die Babydecke von Archie produziert wird, die zuletzt bei einem Polo-Match zu sehen war. Eine Näherin zeigte den Reportern ihren erschreckenden Gehaltsnachweis.

von Jutta Eliks

Das britische Boulevardblatt 'Daily Mail' scheint es auf Herzogin Meghan abgesehen zu haben. Zu der langen Liste negativer Berichterstattungen über Meghan kommt nun eine Geschichte hinzu, für die das Blatt besonders großen Aufwand betrieben hat.

Die Redaktion hat recherchiert, wo die Babydecke produziert wird, in der Meghan ihren Sohn Archie zuletzt bei einem Polo-Match trug. Die Decke ist von der Luxus-Marke Malabar Baby und ist derzeit ausverkauft. Die Textilien werden in einer Fabrik in Indien genäht und genau das haben sich Reporter vor Ort genauer angeguckt.

Näherin zeigt ihr niedriges Gehalt

Die Näherin Aruna Regar zeigte den Reportern offen ihre Arbeitsbedingungen, ihren Gehaltsnachweis und sogar, wie sie lebt. Während die Fabrik einen guten Eindruck machte, schockierte Arunas Gehaltszettel: Sie verdient im Monat umgerechnet nur 78 Euro.

Der Fabrikleiter Farid Mohammed erklärte, dass das ein übliches Gehalt in der Textilindustrie in Indien sei. Doch das Leben, das sich Aruna mit dem Gehalt leisten kann, ist ein sehr ärmliches. Sie wohnt mit ihrer achtköpfigen Familie in einer Zwei-Zimmer-Wohnung mit unregelmäßigem Strom und Wasserzufluss.

Stimmungsmache gegen Meghan

Auch wenn das keine guten Lebensbedingungen sind und Textilarbeiter dringend mehr Gehalt bekommen sollten, wirkt diese Geschichte der 'Daily Mail' wie bewusste Stimmungsmache gegen Meghan. Denn viele der Textilien, die wir kaufen, werden unter unfairen Bedingungen produziert und wir kriegen nichts davon mit. Oder wir erfahren davon in den Medien und kaufen trotzdem unbeirrt weiterhin das ein, was uns gefällt und was vor allem schön günstig ist.

Die britischen Royals engagieren sich zwar humanitär und haben sicherlich auch die finanziellen Mittel, um fair produzierte Textilien zu kaufen. Doch diese Story schreit eher nach Sommerloch bei der 'Daily Mail' als nach einem berechtigten Grund für einen Aufschrei.

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