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#UnhateWomen: Schluss mit verbaler Gewalt in Rap-Songs

von Jessica Stolz Erstellt am 2. März 2020
#UnhateWomen: Schluss mit verbaler Gewalt in Rap-Songs© unhate-women.com

Unter einigen Rappern scheint es schon fast Normalität zu sein, frauenverachtende Texte zu veröffentlichen. Die Kampagne #UnhateWomen spricht sich nun ganz eindeutig dagegen aus.

Musikgeschmäcker sind ja bekanntlich verschieden – und das ist auch gut so. Wer sich jedoch mal genauer mit den Textzeilen mancher Deutschrapper beschäftigt, dem dürfte schnell der Atem stocken.

Einige Rapper nutzen ihre "Kunstfreiheit" nämlich gnadenlos aus. Sie veröffentlichen Rapsongs mit frauenverachtenden Texten.

So heißt es in dem Song "Dynamit" der beiden erfolgreichen Rapper Kollegah und Farid Bang: "Die B*tches heute wollen Jungfrau bleiben. Zwei Optionen – A*sch oder Mund auf, Kleines."

Solche Texte sind kein Einzelfall. Die Zeilen deutscher Rapsongs wimmeln nur so von sexistischen und frauenverachtenden Formulierungen.

Genau auf diese Problematik macht die Frauenrechtsorganisation 'TERRE DES FEMMES' aktuell mit ihrer neuen Kampagne #UnhateWomen aufmerksam.

Verbale Gewalt darf nicht unkommentiert bleiben

Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES erklärt: "Mit der Kampagne #UNHATEWOMEN machen wir darauf aufmerksam, dass verbale Gewalt gegen Frauen unseren Alltag prägt. Schleichend wird diese Wortgewalt dann zur Normalität."

Im Zuge der Kampagne hat die Organisation ein einminütiges Video veröffentlicht, in dem Frauen einige frauenverachtenden Songtexte vorlesen. Damit soll in erster Linie verbale Gewalt gegen Frauen sichtbar gemacht werden.

Niemand muss beleidigende und verachtende Textzeilen unkommentiert hinnehmen. Denn solche Texte erschaffen bewusst ein herabwürdigendes Bild von Frauen.

Das #UnhateWomen-Video wurde auf YouTube bisher über 50.000 Mal angeschaut. Und auch wir möchten auf diese tolle und wichtige Kamapgne aufmerksam machen.

Hier könnt ihr das Video auf YouTube schauen:

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