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Achtung, Vergiftungsgefahr! Zucchini können lebensgefährlich sein

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 31. Juli 2019

Nachhaltig leben ist heute angesagter denn je. Auch deshalb pflanzen viele Menschen ihr eigenes Obst und Gemüse an. Bei selbst gezüchteten Zucchini und Kürbissen solltet ihr jetzt aber vorsichtig sein, denn es besteht Vergiftungsgefahr beim Verzehr.

Man muss kein großer Gärtner sein, um im eigenen Garten Zucchini anzupflanzen und auch erfolgreich ernten zu können. Denn das Kürbisgewächs ist an einem sonnigen Platz sehr genügsam und wächst bei regelmäßiger Bewässerung zu einer üppigen Frucht.

Der Verzehr selbstgezogener Zucchini (und Kürbisse) kann allerdings gefährlich sein, denn diese können den Giftstoff Cucurbitacin bilden. Der Bitterstoff ist toxisch und wurde eigentlich aus den im Supermarkt erhältlichen Zucchini herausgezüchtet. Es kann vorkommen, dass auch eine im Supermarkt erworbene Zucchini Cucurbitacin enthält, häufiger kommt der Giftstoff aber durch den Eigenanbau vor, bei dem es zu Rückmutationen kommen kann.

Außerdem bedingen hohe Außentemperaturen wie die der letzten Tage die Bildung des Giftstoffes, weil diese die Zucchinipflanze unter Stress setzen. Und auch die Aufzucht nahe eines Zierkürbisses kann die Bildung von Cucurbitacin durch Rückkreuzungen bedingen.

So erkennt ihr giftige Zucchini

Bei Cucurbitacin handelt es sich um einen Bitterstoff. Nehmt ihr also einen bitteren Geruch an einer Zucchini wahr oder schmeckt sie bitter, dann solltet ihr sie nicht (weiter) essen. Das Gift ist hitzeresistent, das heißt, auch nach dem Erwärmen der Zucchini bleibt es erhalten und kann gefährlich sein.

Ihr könnt die selbst gezüchtete Zucchini auch vor der Zubereitung probieren und so feststellen, ob sie unter Umständen belastet ist. Normalerweise schmecken Zucchini mild und ein bisschen süßlich. Nehmt ihr einen bitteren Geschmack wahr, entsorgt sie besser.

Wie gefährlich ist Cucurbitacin?

Kleine Mengen des Giftstoffes sind nicht gefährlich, können aber bereits Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Unwohlsein auslösen. Nimmt man größere Mengen Cucurbitacin zu sich, dann kann es allerdings gefährlich werden.

Stellt ihr nach dem Verzehr von (selbstgezüchteten) Zucchini oder Kürbissen Symptome wie Übelkeit, Durchfall oder gar blutigen Durchfall fest, solltet ihr umgehend einen Arzt aufsuchen. Sollten stärkere Reaktionen auftreten, wie beispielsweise Bewusstlosigkeit oder ein Krampfanfall, sollte der Notarzt über die 112 gerufen werden.

Zucchini sicher züchten

Wer nicht auf den Eigenanbau von Zucchini verzichten möchte, sollte darauf achten, das Saatgut dafür im Handel zu kaufen. Samen eigens gezüchteter Pflanzen sollten hingegen nicht verwendet werden.

von Anne Walkowiak