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YouTube-Star MontanaBlack schockt: "Frauen sind wie Hunde"

von Jessica Stolz Veröffentlicht am 9. Dezember 2019
© Getty Images

YouTube- und Twitch-Star MontanaBlack äußerte sich in seinem letzten Streaming-Video über Frauen und verglich sie in einem Bildnis mit Hunden. Dafür muss der Live-Streamer nun herbe Kritik einstecken. Seine Fans verteidigen ihn.

Marcel Eris ist einer der erfolgreichsten Webvideo-Produzenten und Live-Streamer in Deutschland. Der 31-Jährige hat auf seinem YouTube-Kanal mit dem Namen "MontanaBlack" mittlerweile mehr als 2,2 Millionen Abonnenten und streamt auf Twitch unter anderem die beliebten Videospiele "Fortnite" und "Call of Duty". Seine Zielgruppe sind vor allem junge Männer – unter ihnen auch viele minderjährige Jungs.

Und für die hat er neben seiner Rolle als Entertainer natürlich auch eine Vorbildfunktion – ob freiwillig oder nicht. Schließlich ist man grade in jungen Jahren noch leicht zu beeinflussen und kann Aussagen nicht immer richtig einordnen.

Genau dieser Vorbildfunktion scheint sich der 31-Jährige aber nicht bewusst zu sein - das glauben zumindest viele seiner Kritiker.

In einem seiner Streams irritiert MontanaBlack kürzlich, als er Frauen mit Hunden vergleicht. Das Video dieses Streams griff der Youtuber David Hain auf und veröffentlichte es auf Twitter. Dort machte der Clip in kürzester Zeit die Runde und sorgte für jede Menge Aufsehen.

"Frauen sind wie Hunde"

MontanaBlack sagt in diesem Live-Stream:

"Frauen sind wie Hunde. Und das meine ich nicht abwertend. Hört erstmal zu, bevor ihr euch darüber lustig macht. Ein Hund, dem du immer, so lange du ihn hast, neben dir an der Leine hältst, ihn ranziehst und ihn nirgendwo schnüffeln lässt, ihn nicht mit anderen Hunden spielen lässt und ihn immer nur streng an der Leine hältst [...] Bei der ersten Gelegenheit, wenn die Leine reißt, ist der Hund weg und kommt nie wieder zu dir. Warum? Weil er sich nicht wohl fühlt."

Nach dieser Behauptung folgt eine weitere Aussage: "Wenn du aber einem Hund immer Leine gibst, mach hier Pipi, schnüffel mal da am A**** [...] dann kommt er gerne zu dir. Und so ist es auch mit Frauen."

Fans verteidigen ihn

Fast noch irritierender als die Aussagen des Youtubers selbst, sind die Kommentare der Fans. Viele, die meisten von ihnen Männer, verteidigen den 31-Jährigen.

Ein User kommentiert: "Ich meine er drückt sich dumm aus, aber prinzipiell sagt er doch nur, dass man die Person die man liebt nicht einschränken, sondern sie gut behandeln soll. Nichts daran auszusetzen." Ein anderer meint: "Das ist alles sehr unglücklich formuliert, aber einen Aufschrei doch nicht wirklich wert."

Glücklicherweise erkennen aber doch viele das Problem. So schreibt eine Nutzerin: "Das geht raus an alle, die finden die Kernaussage der Metapher sei schon ok: Nein! Im Kern der Metapher werden Frauen als Eigentum von Männern betrachtet und genau das ist ein Riesenproblem."

Auch wir sehen MontanaBlacks Aussagen vor laufender Kamera kritisch. Schließlich steht es keinem Mann zu, über die Freiheiten einer Frau zu bestimmen - egal, ob es seine Ehefrau, seine Freundin oder seine Schwester ist.

MontanaBlack verteidigt Aussagen

Mittlerweile hat MontanaBlack auf die Kritik, die von David Hains Beitrag angestoßen wurde, reagiert: Er verteidigt seine Aussagen auf Twitter. So schreibt er: "Man könnte meinen, er sucht nur nach etwas Negativem. Aber in diesem Clip gibt es nix Negatives. Im Gegenteil, ich sage ganz klar, dass man Frauen nicht einengen sollte bzw. Sachen verbieten/unterdrücken."

von Jessica Stolz