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Zeitumstellung: Die Abschaffung steht wieder auf der Kippe

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 3. Juni 2019

Bei einer EU-weiten Online-Umfrage im August 2018 sprachen sich 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung aus. Möglichst schnell wollten die EU-Mitgliedsstaaten deshalb genau die abschaffen - vielleicht sogar schon 2019. Doch daraus wird vorerst nichts. Das Problem: Keiner will sich festlegen, alle brauchen mehr Zeit.

Bis auf Weiteres werden wir Ende März und Ende Oktober unsere Uhren umstellen müssen. Denn die von der EU angedachte Abschaffung der Zeitumstellung verzögert sich erst einmal. Das Problem: Die Mitgliedsstatten können sich nicht einigen und benötigen schlichtweg mehr Zeit. So geht es aus einem öffentlichen Dokument der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft hervor.

Nichtsdestotrotz wollen sich die Verkehrsminister der EU-Staaten am kommenden Donnerstag genau dazu zusammensetzen. Mit einem Ergebnis ist jedoch nicht zu rechnen. Nachdem die Umfrage 2018 ergeben hatte, dass über die Hälfte der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung ist, stimmte das EU-Parlament dafür, sie bis 2021 abzuschaffen.

Die EU-Kommission hatte sogar vorgeschlagen, die Zeitumstellung bereits 2019 abzuschaffen und anschließend jedes Land selbst entscheiden zu lassen, ob es dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wählt. Das ist jedoch vor allem für den europäischen Handel schwierig. Es könnt ein "Zeitzonen-Flickenteppich" entstehen, der "das reibungslose Funktionieren des EU-Binnenmarktes" gefährdet, heißt es in dem Dokument der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft.

Bisher gehören Deutschland und 16 weitere EU Staaten zur selben Zeitzone. Diese soll nach Möglichkeit weiter erhalten bleiben, zugunsten des Handels und von Reisenden. Eingeführt wurde die Zeitumstellung in Deutschland mit der EInführung der Sommerzeit 1980. Mit dem "besseren" Ausnutzen des Tageslichts wollte man Energie sparen. Wissenschaftlich ist der Nutzen jedoch umstritten. Wissenschaftliche Erkenntnisse legen zudem nahe, dass manche Menschen gesundheitlich darunter leiden.

von Anne Walkowiak

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