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Abstillen: Tipps, wie es für Mutter & Kind leichter wird

von Anne Walkowiak ,
Abstillen: Tipps, wie es für Mutter & Kind leichter wird© Getty Images

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abstillen, wie stille ich sanft ab, wie geht es schnell, gibt es Tees oder Medikamente, die das Abstillen unterstützen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Inhalt
  1. · Abstillen: Wann ist der beste Zeitpunkt?
  2. · Abstillen: Wie stille ich langsam ab?
  3. · Abstillen: Wie stille ich schnell ab?
  4. · Abstillen: Wie vermeide ich Milchstau oder eine Brustentzündung?
  5. · Abstillen: Was hilft wenn das Baby keine Flasche will?
  6. · Abstillen: Welche Milch ist die beste?

Wie bei allen Themen, die Mama und Kind, Schwangerschaft und Geburt betreffen, gibt es auch zum Thema Abstillen Ratgeber und Bücher und allerhand Meinungen, wie man es am besten und vor allem richtig macht. Als Mama kann einen das ziemlich verunsichern. Am besten sprichst du mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt bzw. deiner Kinderärztin darüber, wenn du dir unsicher bist. Ihre Erfahrung kann dir bestimmt eine Hilfestellung sein.

Im Video: Tipps zum Abstillen nachts

Video von Aischa Butt

Denn eines ist auch beim Thema Abstillen wichtig: So wie du es machst, und so wie du und dein Kind euch dabei wohlfühlt, so macht ihr es auch richtig. (Auch wenn Oma und Tante und die beste Freundin es GANZ anders gemacht haben).

Um dir einen ersten Überblick zum Thema Abstillen zu geben, beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Abstillen: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Vier Monate, sechs Monate oder sogar ein Jahr und darüber hinaus – es gibt keine Vorschrift, wie lange man Kinder stillen sollte. Idealerweise macht sich ein Baby bemerkbar und signalisiert den Eltern durch sein Verhalten, dass der richtige Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist.

Viele Mütter beginnen damit, weniger zu stillen, und zwar dann, wenn sie mit der Beikost starten. Durchschnittlich ist ein Baby dabei sechs Monate alt. Wahlweise stillen sie so lange weiter, bis alle Muttermilch-Mahlzeiten durch Brei ersetzt sind, oder sie stellen nach und nach auf Fläschchennahrung um.

Wichtig ist, dass du dir für den Wechsel von Muttermilch zu Beikost Zeit nimmst. Schließlich ist es eine große Umstellung im Leben deines Babys. Durch das Stillen habt ihr eine enge Bindung zueinander aufgebaut. Fehlt die ganz plötzlich, dann ist das sowohl für Kinder als auch Mütter ein ziemlicher Einschnitt.

Auch wenn es nicht den einen richtigen Zeitpunkt für das Abstillen gibt, so solltest du trotzdem einiges beachten – wenn das möglich ist. Warte beispielsweise lieber noch ein paar Tage, wenn dein Kind gerade geimpft wurde. Diese Erfahrung hat seinen Körper schon genug durcheinander gebracht. Auch Krankheiten, das Zahnen oder große Hitze bedeuten für die Kleinen viel Stress und sind Gründe, noch etwas weiter zu stillen und mit dem Abstillen noch zu warten.

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Abstillen: Wie stille ich langsam ab?

Hast du keinerlei Zeitdruck beim Wechsel von Muttermilch zu Beikost, dann solltest du ganz langsam an das Thema herangehen. Das ist sowohl für dich als auch für dein Kind am angenehmsten. Dein Baby wird so nach und nach von der Muttermilch entwöhnt, und dein Körper gewöhnt sich daran, dass er zukünftig deutlich weniger Milch produzieren muss. Was vor allem weniger Probleme mit deiner Brust bedeutet.

Am besten startest du damit, dass du alle zwei bis drei Tage eine Mahlzeit gegen ein Fläschchen oder Brei austauschst, gemäß dem Alter deines Kindes. Die Mahlzeit am späten Nachmittag eignet sich am besten, um mit dem Abstillen zu beginnen, weil dann meist am wenigsten getrunken wird. Auf diese Weise bildet sich die Milchmenge in deiner Brust langsam zurück. Schmerzt die Brust trotzdem, streiche sie etwas aus oder pumpe im Notfall eine kleine Menge Milch ab. Aber nicht zu viel, sonst produziert dein Körper wieder nach!

Klappt das gut, ersetzt du nach und nach weitere Mahlzeiten durch Flasche oder Brei. Beachte dabei, dass die Stillzeit etwas Wichtiges für dein Kind (und dich) war. Es ist kein Problem, wenn dein Schatz während der Einführung der Beikost auch Phasen hat, in denen er lieber trinken möchte. Häufig kann das beim Einschlafen oder in der Nacht noch der Fall sein. Es kann mehrere Monate dauern, bis du komplett abgestillt hast. Um so mehr Zeit du hast und sie dir und deinem Kind geben kannst, umso sanfter ist die Entwöhnung von Brust und Muttermilch.

Abstillen: Wie stille ich schnell ab?

Es gibt Situationen, in denen muss das Abstillen schnell gehen. Beispielsweise, wenn die Mutter spezielle Medikamente nehmen muss. Abstillen von einem Tag auf den anderen ist die Konsequenz. Das ist weder für Mama noch für das Kind leicht, aber kein Ding der Unmöglichkeit!

Sprich in solchen Fällen am besten kurz mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin oder der Hebamme. Sie können dir wertvolle Tipps zum Abstillen geben, die diese Zeit des Umbruchs für alle leichter machen.

Besonders unangenehm für die Mutter, wenn sie von einem Tag auf den anderen abstillen muss, ist die Milchbildung, die sich leider nicht von heute auf morgen stoppen lässt. Spezielle Tees zum Abstillen, wie Salbei- oder Pfefferminztee, schaffen hier erste Abhilfe. Schon zwei, drei Tassen pro Tag hemmen die Milchproduktion.

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Abstillen: Wie vermeide ich Milchstau oder eine Brustentzündung?

​Oft reicht das aber nicht aus. Schmerzen die Brüste während dieser Phase aufgrund der vielen Milch sehr, dann solltest du sie vorsichtig ausstreichen. Am besten massierst du deine Brust vorher vorsichtig, oder nimmst eine warme Dusche, oder ein heißes Bad. Die Wärme weitet die Milchkanäle und die Muttermilch kann leichter abfließen.

Sollte das nicht richtig funktionieren, kannst du gegebenenfalls etwas Milch abpumpen. Achte aber darauf, dass du nicht zu viel Milch abpumpst, denn sonst produziert dein Körper diese wieder nach! Kühlende Umschläge, Quarkwickel, sowie ein eng um die Brust gebundenes Tuch können die Durchblutung der Brüste einschränken und behindern die weitere Milchbildung. Trotzdem bekommen viele Frauen, die schnell abstillen (müssen), eine Brustentzündung. Das ist unangenehm und sollte von einem Arzt oder einer Ärztin behandelt werden.

Auch deinem Kind fällt die schnelle Umstellung schwer, besonders nachts. Es kann helfen, wenn Papa das Fläschchen gibt und sich verstärkt kümmert, wenn es weint. Kuscheln, ein bisschen mehr als sonst, und unter Umständen ein Nuckel können ebenfalls helfen, die ein oder andere Träne zu trocknen.

Abstillen: Was hilft wenn das Baby keine Flasche will?

Es gibt Babys, denen fällt das Abstillen sehr schwer. Sie verweigern das Trinken aus der Flasche, weil sie den Geschmack nicht mögen oder ihnen die Nähe zur Mutter fehlt. Um dein Kind trotzdem an die Flasche zu gewöhnen, gibt es ein paar Tricks.

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Noch bevor du deinem Kind das erste Mal die Flasche anbietest, beginne beispielsweise damit, deine Stillposition zu ändern. Liegst du normalerweise beim Stillen, dann setze dich jetzt einfach mal hin. Das ist für das Baby eine Veränderung und unter Umständen unbequemer. Bei der nächstfolgenden Mahlzeit kannst du versuchen, dein Baby wieder in die gewohnte Stillposition zu legen und ihm dann eine Flasche anbieten.

Ebenfalls hilfreich: Pumpe Milch ab und fülle sie ins Fläschchen. Auf diese Weise wird das Kind ans Fläschchen gewöhnt und muss nicht gleichzeitig noch den neuen Geschmack der Säuglingsnahrung verarbeiten.​ ​Oft kann es helfen, wenn Papa das Fläschchen gibt und nicht Mama.​​

​Es kann auch sein, dass dein Kind die Flasche verweigert, weil ihm deine Nähe fehlt. Gib ihm also, was es braucht und kuschel einfach vor oder nach dem Essen ausgiebig mit ihm.

Abstillen: Welche Milch ist die beste?

Es gibt in Sachen Babynahrung nicht die eine Milch, die garantiert von jedem Baby getrunken wird. Das musst du nun selbst herausfinden. Du kannst dich natürlich informieren, welche Milch in Tests, beispielsweise durchgeführt von der Stiftung Warentest, am besten abschneidet. Allerdings ist der Testsieger kein Garant dafür, dass die Milch auch deinem Baby schmeckt.

Bevor du also die XXL-Packung im Drogeriemarkt kaufst, solltest du verschiedene Sorten Pre- und Folgemilch ausprobieren. Hör dich im Freundes- und Bekanntenkreis um, welche Milch bei ihnen gut funktioniert hat.

Quellen & weitere Informationen zum Thema Abstillen:

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Wichtiger Hinweis zum Schluss: Die Informationen und Tipps in diesem Artikel sind lediglich Anregungen. Jedes Kind ist anders und reagiert auf seine eigene Art und Weise. Es ist deshalb wichtig, dass du auf dein Kind eingehst und so herausfindest, welcher Weg der beste für euch ist.

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