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Shhh, das Baby schläft! 6 Alltags-Probleme aller Neu-Mamas

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 16. Juli 2018
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Menschen, die fremde Babys anfassen wollen, unangemeldeter Besuch oder eine überfürsorgliche Schwiegermutter - auf Neu-Mamas warten zahlreiche schwierige Situationen im Alltag. Da fällt es manchmal schwer, taktvoll zu bleiben, gerade wenn man den Schlafentzug noch mit einrechnet. Wir zeigen euch 6 Hürden im Alltag und wie ihr sie am besten meistert.

Drehte sich in der Schwangerschaft noch alles um die werdende Mama, so schlägt dies nach der Geburt ganz schnell in die andere Richtung um. Plötzlich gibt es diesen kleinen Star im Haus, den jeder sehen (und anfassen) möchte. Das kann für die Eltern ganz schön überwältigend werden.

Ob Freunde, Familie oder sogar wildfremde Menschen - jeder interessiert sich plötzlich brennend, möchte helfen und hat auch zu allem eine Meinung. Wenn es um Freunde und Familie geht, bleibt auch der ein oder andere Besuch nicht aus. Manche Gäste machen sich dabei nützlich, während andere den Alltag eher noch erschweren. Da wir alle nicht mit endloser Geduld gesegnet sind, kann es helfen, wenn man ein paar Tipps im Umgang mit schwierigen Menschen parat hat. Wir zeigen euch 6 herausfordernde Situationen im Alltag und wie ihr da am besten wieder herauskommt.

Deine Schwiegermama gibt dir ungebetene Erziehungstipps (-anweisungen)

Ungebete Erziehungsratschläge sind zwar in der Regel lieb gemeint, vermitteln dem Empfänger allerdings das Gefühl, er würde etwas falsch machen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Person, die den Rat gibt, der festen Überzeugung ist, dass ihr Weg der einzig Richtige ist. Meistens hat es jedoch keinen Sinn darüber zu diskutieren, dass es viele Wege gibt und heutzutage einiges anders gemacht wird. Gerade bei der Schwiegermama ist eine positive, aber unverbindliche Antwort meist die Beste und vor allem einfachste Variante.

"Oh, das klingt aber interessant. Vielen Dank für den Tipp! Ich werde darüber mit (füge den Namen des Partners hier ein) sprechen, aber ich finde es spannend zu hören, wie andere Leute das Problem gelöst haben". Schon habt ihr das Gespräch beendet, aber mit keinem Wort gesagt, was euer Plan ist. So habt ihr keinen neuen Stoff zur Diskussion beigetragen und könnt leicht das Thema wechseln.

Alle wollen euer Baby halten

Eine Freundin möchte euer Kind auf den Arm nehmen, hat sich aber die Hände nicht gewaschen? Beim Thema Händewaschen und Neugeborene gehen die Meinungen auseinander: Die Einen möchten Bakterien und Keime fernhalten und die Anderen sagen, das stärke das Immunsystem. Wenn ihr jedoch zur ersten Gruppe gehört und eine Freundin euer Baby halten möchte, sich aber nicht die Hände gewaschen hat, kommt ihr in eine unangenehme Lage.

Am besten sprecht ihr es also an, bevor sie das Baby anfasst oder halten möchte. Erklärt eurer Freundin direkt, wenn ihr sie in Empfang nehmt, dass ihr versucht, Keime von eurem Zuhause fernzuhalten und ob sie deswegen bitte ihre Schuhe ausziehen und die Hände waschen könnte. So weiß jeder gleich, wo er steht und es klingt mehr nach einer Bitte als nach einem Befehl.

Dein Baby schläft und der Besuch ist laut

So sehr ihr auch versucht seid: Wer Besuch zu sich nach Hause einlädt, darf ihn dann nicht ermahnen still zu sein. Wer also ein Baby hat, dass sehr leicht aufwacht, sollte keinen Besuch zu den Zeiten einladen, an denen das Baby schläft. Auch hier hilft es im Voraus, klare Regeln aufzusetzen. Ein Spieleabend mit Freunden ist die ersten sechs Monate vielleicht noch keine gute Idee, ein Kaffee am Nachmittag dagegen machbar.

Anders ist es natürlich, wenn sich der Besuch selbst einlädt. Aber auch dann solltet ihr im Vorfeld eure Freunde über die akzeptable Lautstärke aufklären. Sagt ihnen gleich, dass von dann bis dann euer Baby schläft und ihr deswegen in dieser Zeit leise sprechen müsst.

Verwandte sind etwas zu hilfsbereit

Die meisten Familienmitglieder möchten helfen, wenn ein neues Baby kommt. Kämpfe gar nicht dagegen an, sondern nutze es zu deinem Vorteil. Gib ihnen eine Aufgabe. Wenn du es nicht tust, können hilfsbereite Verwandte auf dumme Ideen kommen und sich selbst eine Beschäftigung suchen. Dann wird mal eben die Küche umgeräumt oder ein neues Ordnungssytem im Schrank eingeführt.

Erspare dir darum selbst diesen Stress. Schreibe eine To-do-Liste und sag jedem, der helfen möchte, dass er sich eine Aufgabe von der Liste aussuchen kann.

Besuch bleibt länger als euch lieb ist

Wir alle kennen diese Gäste, die einfach nicht verstehen, dass es an der Zeit ist, wieder zu gehen. Manche springen allerdings sofort auf dezente Hinweise an. Ein lautes Gähnen kann helfen oder ihr fangt an, bereits den Tisch abzuräumen. Manchmal hilft es auch, wenn ihr von eurem frühen Termin am nächsten Morgen oder von den ganzen To-dos für den Rest des Tages erzählt.

Wenn alles nichts hilft, muss man es natürlich direkt ansprechen. Für zukünftige Besuche ist es jedoch sinnvoll, im Vorfeld einzuschätzen, ob diese Gäste das Potential haben, länger zu bleiben als euch lieb ist. Dann habt ihr nämlich die Chance, sofort ein Treffen bei ihnen vorzuschlagen. Schon seid ihr die Gäste und könnt selbst bestimmen, wie lange der Abend geht.

Fremde möchten euer Baby anfassen

An dieser Stelle ist es wirklich schwierig taktvoll zu bleiben und trotzdem zu verhindern, dass jemand Fremdes euer Baby anfasst. Habt ihr es gerade auf dem Arm, könnt ihr euren Körper so positionieren, dass es für die Person schwieriger wird, das Baby zu erreichen. Ihr könntet zum Beispiel die Seite, auf der ihr das Baby haltet, wechseln oder euch einfach wegdrehen. Wenn es um Fremde geht, müsst ihr natürlich eurem Bauchgefühl vertrauen. Habt ihr einfach kein gutes Gefühl dabei, wenn diese Person euer Kind anfasst, ist jegliche Etikette auch egal und ihr müsst es ansprechen.

Ihr solltet dabei jedoch im Hinterkopf behalten, dass viele Keime sich auch über die Luft verbreiten. Selbst diejenigen, die auf der Haut sind, gelangen über Hautpartikel in die Luft. Für Krankheitserreger wie Erkältungsviren reicht dabei schon ein Abstand von 2 Metern, damit diese sich verbreiten können. So lange diese fremde Person also nicht in Kontakt mit den Schleimhäuten eures Babys kommt, wird der Kontakt mit den Keimen nicht unbedingt größer, nur weil es eurem Baby über den Bauch streichelt.

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