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Sie küsst ihr sterbendes Baby ein letztes Mal - warum eine Mama nun dieses traurige Foto veröffentlicht

von Nadine Jungbluth Veröffentlicht am 24. Februar 2017
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Harry hat plötzlich Fieber - wenige Stunden später stirbt er in den Armen seiner Eltern.

Es ist ein Bild, das schon beim Ansehen einfach nur weh tut. Eine Mama hält ihren sterbenden Säugling im Arm, gibt ihm einen letzten Kuss, bevor er für immer die Augen schließt. Es ist kaum vorstellbar, welche Schmerzen die Eltern des kleinen Harry ertragen müssen und wie tief ihre Trauer sein muss, als ihr erst acht Monate altes Kind in ihren Armen stirbt.

Was war passiert?

Die Eltern, John und Louise Done, sind gerade unterwegs, als sie einen Anruf von Johns 19-jähriger Tochter bekommen, die zuhause auf den 8 Monate alten Harry aufpasst. Sie sagt, dem Kleinen ginge es nicht gut. John und Louise machen sich sofort auf den Heimweg. Als sie zu Hause ankommen, erkennen sie sofort, dass etwas nicht stimmt und wählen direkt den Notruf.

Die Sanitäter verabreichen dem Kind sofort Antibikotika und versuchen seinen Zustand zu stabilisieren, während es in die Notaufnahme eingeliefert wird. Die Diagnose: Meningitis B! Die Hirnhautenzündung hatte bei Harry zu einer Sepsis (Blutvergiftung) geführt. Sein ganzer Körper ist angeschwollen und mit dunklen Flecken übersäht.

"Eine Meningitis ist verheerend. Es ist unglaublich, was da vor deinen Augen passiert," sagt Mutter Louise später. "Sie frisst einen förmlich auf. Er [Harry] war nicht mehr wiederzuerkennen. Der Auschlag war schwarz, er war angeschwollen und sie sagten uns, dass seine Nieren nicht mehr arbeiteten."

Die Ärzte können dem Säugling nicht mehr helfen. Durch die extreme Schwellung des Gehirns erleidet es einen irreparablen Schaden und Harry wird für hirntot erklärt. Seine Ärmchen und Beinchen sind steif und schwarz durch die Blutvergiftung. Den Eltern bleibt keine Wahl mehr - sie nehmen ihr sterbendes Kind ein letztes Mal in den Arm und halten es, küssen es, bis sein kleines Herz aufhört zu schlagen.

Die Eltern verfolgen einen guten Zweck

Fast zwei Jahre ist Harry nun tot. Nun haben die Eltern beschlossen, die Fotos dieses schlimmen Moments mit der Welt zu teilen. Und das aus einem guten Grund. Sie wollen auf die Krankheit und die große Gefahr aufmerksam machen und anderen Eltern das schlimme Leid, was sie erfahren mussten, ersparen!

"Es ist jeden Tag schwer für uns. Man kann den Verlust eines Kindes nicht beschreiben. Es gibt nichts, was so schrecklich ist."

Gemeinsam mit der Organisation "Meningitis now" setzt sich Familie Done für mehr Aufklärung ein. Noch immer werden zu wenige Kinder gegen Meningitis geimpft, obwohl ein sicherer Impfstoff vorhanden ist und von den meisten Ärzten empfohlen wird. Die Impfung verringert die Gefahr der Ansteckung deutlich. Eine Hirnhautentzündung kann viral oder bakteriell übertragen werden - insbesondere die bakterielle Infektion ist hochgefährlich und kann bei Kleinkindern in nur wenigen Stunden zum Tod führen.

Symptome erkennen

Es ist wichtig, dass Eltern über die Krankheit Bescheid wissen und im Ernstfall schnell handeln können. Mögliche Symptome einer Meningitis bei Babys:

  • Weinen/Wimmern ohne ersichtlichen Grund
  • ein irritiertes Verhalten bei Berührung
  • Fieber mit kalten Händen oder Füssen
  • Nahrungsverweigerung
  • Erbrechen
  • bleiche oder fleckige Haut
  • apathisches, schlaffes Verhalten
  • Schläfrigkeit und Schwierigkeiten beim Aufwachen
  • eine ausgebeulte Fontanelle (der weiche Punkt ganz oben auf dem Kopf)
  • Flecken oder Ausschlag

Bei Verdacht auf eine Meningitis sollte sofort der Notarzt verständigt werden, die Krankheit ist lebensbedrohlich!

Weitere Informationen zu Meningitis gibt es auf onmeda.de

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