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Achtung, Eltern! Darum sollte euer Baby nie mit einer Taschentuch-Packung spielen

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 5. September 2019

Babys und Kleinkinder lieben Taschentuch-Packungen, denn die Plastiktütchen knistern und rascheln so schön in ihren kleinen Händen. Trotzdem sollten Eltern ihren Nachwuchs nicht unbeaufsichtigt damit spielen lassen. Der Grund: Es besteht Erstickungsgefahr!

Mit Baby und kleinen Kindern hat man eines immer dabei: Taschentücher. Und die kleinen handlichen Packungen können viel mehr als bloß Kindernasen sauber machen. Sie knistern nämlich so schön, wenn man sie in den Händen hält und faszinieren den Nachwuchs deshalb sehr. Immer wieder kann man beobachten, dass Eltern ihren Babys und Kleinkindern zur Unterhaltung deshalb eine Packung Taschentücher geben.

Doch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt nun eindringlich davor, Babys und kleine Kinder unbeaufsichtigt mit Verpackungen spielen zu lassen, die, so wie Taschentuch-Packungen, kleine Klebelaschen zum Wiederverschließen haben. Denn die Laschen können sich leicht lösen, verschluckt werden oder in die Atmenwege der Kinder geraten und so zum Ersticken führen.

Babys und Kleinkinder erkunden die Welt mit dem Mund

Kinder erkunden die Welt mit allen Sinnen, im Baby- und Kleinkindalter aber vorwiegend mit dem Mund. Einfach alles, was ihnen in die Hände kommt, landet früher oder später auch im Mund. So erfühlen sie Struktur, Geschmack und Beschaffenheit der Gegenstände. In den meisten Situationen ist das ganz unbedenklich. Selbst die Hand voll Sand schadet einem gesunden Baby oder Kleinkind nicht, wenn sie beim Spielplatzbesuch im Mund landet. Auch wenn das garantiert nicht schmecken wird.

Gefährlich wird es jedoch, wenn kleine Gegenstände in Kinderhände gelangen, die verschluckt werden können. Dazu zählen die Laschen der Taschentuch-Packungen, die sich im Rachenraum festsetzen und die Atmung behindern können. Aber auch andere kleine glatte Dinge wie Steine, Murmeln, Geldmünzen oder Legosteine des großen Geschwisterkindes. Auch Trauben oder Blaubeeren können gefährlich werden.

Eltern von Babys und Kleinkindern sollten darauf achten, dass alles, was die Kleinen in die Finger bekommen, am besten gar nicht vollständig in den Mund passt. Alles Kleinteilige, schnell Kaputtbare hingegen, sollte außerhalb ihrer Reichweite liegen.

Achtung auch im Alltag

Manchmal staunt man wahre Bauklötze darüber, was Kinder alles mit ihren kleinen Händen, Füßen und dem Mund öffnen und entdecken können. Genau deshalb solltet ihr auch bei elektronischem Spielzeug genau hinschauen, wie es gesichert ist. Schnell kann es passieren, dass sich ein Batteriefach öffnet und kleine Knopfzellen heraus purzeln. Vollständig verschluckt finden diese ihren Weg in der Regel ungehindert nach draußen, aber sie können auch in der Speiseröhre hängen bleiben und Verätzungen verursachen.

Reinigungsmittel, Chemikalien und Medikamente sollten immer vor neugierigen Kinderhänden gesichert sein. Am besten bewahrt man diese in einem abschließbaren Schrank oder in unerreichbarer Höhe auf.

Lesetipp: Bei unseren Kollegen von Onmeda.de findet ihr mehr hilfreiche Informationen zu Erstickungs- und Vergiftungsgefahren

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