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Die richtige Ernährung für Ihr Baby

von Redaktion Veröffentlicht am 29. Juni 2011
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"Stillen ist das Beste für dein Kind." "Was, du stillst noch?" "Warum gibst du ihm nichts Richtiges zu essen?" "Bloß keine Kuhmilch im ersten Lebensjahr!" Gutgemeinte Ratschläge und Bemerkungen über die richtige Ernährung für ihr Baby bekommen Mütter viele zu hören. Aber wie sieht eine gesunde Ernährung für ein Baby tatsächlich aus?

Klar ist: ein Baby muss anders essen als ältere Kinder oder gar Erwachsene. Zum einen, weil es noch keine oder nur wenige Zähne hat und gar nicht richtig kauen kann. Und zum anderen muss sich der ganze Magen-Darm-Trakt erst noch an feste Nahrung gewöhnen. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt über Monate hinweg.

Machen Sie aus der Ernährung für Ihr Baby bitte keine Wissenschaft. Behalten Sie lediglich ein paar grundsätzliche Dinge im Kopf und gehen Sie den Rest locker an.

Das Beste fürs Baby: Ernährung in der Trinkphase

Sie können das erste Lebensjahr Ihres Babys in drei Ernährungs-Abschnitte aufteilen. Der erste Abschnitt beginnt mit der Geburt und sollte mindestens vier, höchstens sechs volle Monate andauern: Die Trinkphase. In dieser Zeit bekommt der Säugling ausschließlich Milch, und zwar entweder Muttermilch oder, wenn Sie nicht stillen können oder möchten, Säuglingsersatznahrung.

Die Übergangsphase

Zwischen dem fünften und siebten Monat beginnt dann die zweite Phase, die auch Übergangsphase genannt wird, weil das Baby in dieser Zeit lernt, von der reinen Milchnahrung auf feste Kost umzusteigen: Die Beikostphase. In dieser Zeit wird das Baby in langsamer Steigerung an Gemüse, Fleisch, Kartoffeln, Obst und Getreide in Form von Breien gewöhnt. Mit der Zeit können festere Lebensmittel als Snacks für zwischendurch angeboten werden.

Zum Ende der Beikostphase, etwa um den ersten Geburtstag herum, werden die Breis nur noch gestampft, nicht mehr püriert, und das Kind bekommt auch schon mal ein Brot in die Hand gedrückt. Während der Beikostphase bekommt das Baby weiterhin Milchmahlzeiten (Stillen oder Flaschennahrung), die aber mit der Zeit abnehmen.

Familienkost fürs Baby: Ernährung wie die Großen

Um den ersten Geburtstag herum schließt die dritte und bleibende Phase an, in der das Baby feste Kost isst und alles essen darf, was auch die Großen essen: Die Familienkost. Einige Kinder sind früher soweit, beispielsweise, weil sie schon viele Zähne haben und gut kauen können, oder weil sie von älteren Geschwistern motiviert sind. Andere brauchen länger und bleiben lieber noch eine zeitlang beim Brei und einer gelegentlichen Milchmahlzeit.

Die richtige Ernährung für Ihr Baby

Die einzelnen Phasen überschneiden sich daher und sind nicht an genaue Termine gebunden. Setzen Sie darum Ihr Kind und sich selber nicht unter Druck, wenn Sie nicht "ins Schema" passen.

Achtung aber bei Babys, die vor dem ersten Geburtstag Interesse an der Familiennahrung zeigen: Nicht alles, was Ihr Baby theoretisch essen kann, ist auch für die Ernährung des Babys geeignet! Richtige Ernährung für Ihr Baby bedeutet zum einen, dass es altersgerechte Nahrung (Milch, Brei oder feste Nahrung) erhält. Aber außerdem sollten Sie auf bestimmte Lebensmittel im ersten Lebensjahr ganz verzichten.

Ganz wichtig: Zwingen Sie Ihr Baby nicht, zu essen, wenn es nicht möchte oder ein bestimmtes Lebensmittel nicht mag. Auch Sie mögen sicher nicht alles, und das ist auch nicht nötig. Bieten Sie einfach eine Alternative an. Außerdem kann es sein, dass Ihr Baby heute etwas nicht mag, was morgen wieder auf seiner Lieblingsliste steht.

Verweigern Sie Ihrem Baby aber auch nicht alles, was "ungesund" ist – die Menge macht's. Abgesehen von den wenigen Lebensmitteln, die im ersten Lebensjahr tatsächlich für Ihr Baby tabu sein sollten, ist Fettes und Süßes nicht gänzlich ungeeignet für die Ernährung Ihres Babys.

Wie viel sollte Ihr Baby essen?

Diese Frage ist praktisch nicht zu beantworten. Jedes Kind entwickelt sich ganz individuell. Ein Baby, dass gestern noch viel gegessen hat, kann morgen zum Kostverächter werden. Bisher beliebte Lebensmittel stehen plötzlich auf der Abschussliste, andere, bisher verschmähte, steigen im Ansehen. Wieder andere Babys verweigern feste Kost bist weit ins zweite Lebensjahr – umgekehrt überspringen einige Kinder die Beikostphase völlig und wollen gleich essen wie die Großen.

Wichtig ist: Lassen Sie Ihr Baby essen, so viel es möchte! Kein gesundes Kind verhungert vor einem vollen Teller – das ist einer der wohlbekannten Sprüche, an denen etwas Wahres dran ist. Ihr Baby macht Entwicklungsschübe durch, die einmal zu großem, einmal zu weniger großem Hunger führen. Es sollte lediglich langsam aber sicher zunehmen und regelmäßigen Stuhlgang haben. Achten Sie darauf, dass es auch ausreichend viel trinkt.
Natürlich sollten Sie sich mit Ihrem Kinderarzt besprechen, wenn Sie unruhig sind, weil Ihr Kind in Ihren Augen zu viel oder zu wenig isst!

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