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Mini Bücherwurm: So vermittelst du deinen Kindern den Spaß am Lesen

von Inga Back Veröffentlicht am 11. Januar 2018
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Lesen ist zweifelsohne extrem wertvoll für die kindliche Entwicklung. Es fördert ihre Fantasie, hilft ihnen beim Lernen und baut sogar Stress ab. Damit Lesen Kindern aber auch Spaß macht, kann man mit ein paar Tricks nachhelfen.

Wie so oft, wenn es um Kinder geht, ist die Vorbildfunktion das zuverlässigste Mittel, um Kindern etwas beizubringen. Wer selbst Spaß am Lesen hat, wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit auch seinen Kindern den Spaß am Lesen vermitteln können.

Wer aber dennoch auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch mit ein paar Tipps nachhelfen und den Bücherwurm in seinen Kindern zum Vorschein bringen.

Fang früh an

Es ist natürlich nie zu spät, um damit anzufangen, seinen Kindern etwas vorzulesen. Es ist aber auch nie zu früh. Babys können schon etwa ab der 30. SSW hören. Theoretisch kann man ihnen also bereits während der Schwangerschaft vorlesen. Das Vorlesen, -singen oder auch das bloße Reden mit seinem ungeborenen Kind wird damit in Verbindung gebracht, das Band zwischen Eltern und Kind zu stärken.

Da Babys gut hören können, bevor sie gut sehen können, kann das Vorlesen auch beruhigend auf sie wirken. Zudem hilft es dabei, den Wiedererkennungswert der Stimmen von Bezugspersonen zu erhöhen. Vorlesen ist also auch eine super Gelegenheit für Papa, Großeltern oder ältere Geschwister, um die Bindung zum neuen Familienmitglied zu stärken.

Mach die Gute-Nacht-Geschichte zum Ritual

Babys und kleine Kinder erleben jeden Tag so viel Neues. Ein routinierter Tagesablauf ist daher sehr wichtig, denn er gibt ihnen die nötige Sicherheit, um sich darauf einzulassen und jeden Tag neue, spannende Dinge zu lernen. Besonders beim Schlafengehen hilft ihnen eine Routine dabei abzuschalten und sich auf die Nachtruhe einzustellen.

Die abendliche Routine könnt ihr also hervorragend nutzen, um Lesen zum festen Bestandteil jedes Tages zu machen. Wenn ihr ihnen bereits als Baby zum Einschlafen vorlest und den beruhigenden Effekt davon nutzt, wird ihnen das Vorlesen am Abend, auch wenn sie größer sind, noch dabei helfen einzuschlafen.

Kauft kurze, bunte Bücher

Selbst wenn ihr euch schon immer gewünscht habt, mit euren Kindern mal 'Little Women' oder 'die Zeitfalte' zu lesen, jetzt ist nicht die Zeit dafür. So lange eure Kinder noch ganz klein sind, braucht ihr kurze und bunte Bücher, die für die Aufmerksamkeitsspanne von Babys und Kleinkindern geschrieben wurden.

Denk dran, dass ihr wollt, dass eure Kinder Spaß beim Lesen haben. Nur weil euer Lieblingsbuch in der Grundschule 'Die kleine Hexe' war, heißt das nicht, dass eure 2-Jährige bereits die Geduld und das Fassungsvermögen hat, um dieser Geschichte zu folgen.

Lest mit euren Kindern altersgerechte Bücher so lange sie klein sind, und sie werden auch die Klassiker lieben, wenn sie älter sind.

Schaut euch gemeinsam die Bilder an

Mit kleinen Kindern besteht Vorlesen gar nicht unbedingt aus tatsächlichem Lesen. Oftmals wollen die Kleinen sich mit euch auch einfach die bunten Bilder anschauen. Aber auch das ist ein wertvoller Bestandteil des Vorlesens.
Nehmt euch also ruhig die Zeit und zeigt auf die einzelnen Motive im Bild und sagt dazu, was ihr seht.

Durch das Zuhören lernen Babys neue Wörter und Laute kennen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Sprechen lernen und später auch zum Lesen lernen. Studien haben sogar herausgefunden, dass die Anzahl der Wörter, die ein Kind am Tag hört, einen direkten Einfluss auf den IQ des Kindes hat. Je mehr ihr mit eurem Schatz sprecht, desto besser ist dies also für die Entwicklung eures Kindes.

Macht Lesen zum Spiel

Lesen soll ja Spaß machen. Wie könnte das besser gehen, als wenn man ein Spiel daraus macht? Verändert eure Stimme, sucht einen bestimmten Gegenstand im Bild oder kauft gleich interaktive Bücher. Kinder lieben es, wenn das Buch Elemente hat, die man herausziehen oder -schieben kann, oder wenn das Buch ein Stofftier enthält, mit dem man spielen kann.

Für kleine Kinder gehört es am Anfang auch dazu, dass sie beim Greifen gleich mehrere Seiten überblättern. Denn für sie geht es beim Lesen weniger um die 'Geschichte' als vielmehr um das Alleinemachen und die Bilder. Wenn euer Kind allerdings schon nach einer Seite von einem Buch zum nächsten springt, hat es vielleicht gerade etwas mehr Lust auf aktiveres Spielen als aufs Lesen.

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