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Kuscheltier und Schmusetuch: DESHALB sind sie so wichtig für dein Baby

von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 19. Juni 2009

Nuckeltuch, Schmusetuch und Kuscheltier... Ab einem gewissen Alter braucht Baby einen Schmusegefährten, um sich von den Eltern "abzunabeln".

Ein Kuscheltier ist DAS Übergangsspielzeug schlechthin. Laut dem amerikanischen Kinderarzt und Psychoanalytiker Winnicott hilft es einem Kind beim Heranwachsen - und dabei, der Welt ohne seine Eltern zu begegnen.

Bis zum Alter von 8 Monaten glaubt ein Baby noch, dass es mit seiner Mutter eine Einheit bildet. Es empfindet sich also noch nicht als eigenständiges Individuum und unterscheidet sich daher noch nicht von anderen Personen.

Babys Wahrnehmung beginnt im 8. Monat

Ungefähr im 8. Monat nimmt dein Baby die Umwelt differenzierter wahr. Es realisiert zunehmend, dass es nicht mit Ihnen identisch ist, sondern als eigenständiges Wesen existiert.

Dieser unerlässliche Lernprozess wird von Ängsten begleitet, die man sich so vorstellen kann: „Mama und ich sind 2 unterschiedliche Personen, weil ich sehe, dass sie sich von mir entfernt und dass sie aus meinem Blickfeld verschwinden kann. Ich weiß nicht, wann sie wieder zurückkommt!“

Dieser Entwicklungsabschnitt löst Angst und manchmal auch das Gefühl der Hilflosigkeit aus. Zum Großwerden gehört auch die Erfahrung der Einsamkeit. In dieser Entwicklungsphase kann das Kuscheltier zum neuen Schmusefreund werden. Es gibt allerdings auch Kinder, die ganz ohne Kuscheltier auskommen. Wichtig ist, dass du deinem Kind nichts aufzwingst.

Das Kuscheltier wird zu einer Art Mama-Ersatz. Das neue Liebhabe-Objekt ist für dein Kind ein ständiger Begleiter und stellt somit die Verbindung zwischen verschiedenen Orten (zu Hause, am Betreuungsplatz, bei Oma) und Personen (Mutter, Oma, Tagesmutter) her.

Welches Kuscheltier für mein Baby?

Wenn du deinem Kind ein Kuscheltier geben möchtest, kannst du einfach ein paar Stofftiere oder Nuckeltücher (neu, aber gewaschen) neben dein Kind legen - und ihm die Wahl überlassen: Ein Kind sucht sich selbst einen Gegenstand aus, der ihm Sicherheit gibt und schenkt ihm sein Vertrauen. Mag uns die Wahl auch noch so unverständlich erscheinen. Wenn dein Baby ein bereits etwas ramponiertes Stofftier oder ein schlichtes Nuckeltuch als seinen treuesten Begleiter auserkoren hat dann ist das nun einmal so.

Das Kuschelobjekt muss kein Stofftier sein: Jedes „liebgewonnene“ Objekt erfüllt denselben Zweck, zum Beispiel ein Taschentuch. Dein Kind sollte allerdings ein einziges „offizielles“ Kuscheltier aussuchen und ihm einen Namen geben. Dann weißt du auch, welches Kuscheltier du regelmäßig waschen und bei Verlust ersetzen musst.

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