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Kopfschütteln & kluge Kommentare: Dinge, die Eltern hassen - und wie es besser geht

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 6. April 2019

Geht es um weinende oder schreiende Kinder, fühlt sich irgendwie jeder dazu berufen, den Eltern Ratschläge zu geben. Oft sind die aber total daneben und absolut nicht hilfreich. Was ihr stattdessen sagen und tun solltet, wenn ihr verzweifelte Eltern trefft? Zum Beispiel das hier.

Stell dir vor, du stehst mit deinem drei Monate alten Säugling im Supermarkt. Das Kind weint und ist ganz offensichtlich unzufrieden mit allem. Und dann kommt eine Person auf dich zu und sagt: "Ich glaube, ihr Kind hat Hunger." Eltern kennen diesen Satz mit Sicherheit. Vor allem aber die Aggressionen, die damit einhergehen.

Denn während man verzweifelt versucht, sein Kind zu beruhigen, ist das Letzte, was man brauchen kann, ein Kommentar zum Offensichtlichen - und sei er auch noch so gut gemeint.

Statt Eltern, die mit den Launen oder Bedürfnissen ihrer kleinen Kinder kämpfen, also gut gemeinte (aber eben völlig deplatzierte) Ratschläge zu geben, solltet ihr zukünftig so reagieren und vielleicht auch handeln:

1. Gestresste Mutter im Supermarkt

Eine Freundin hat mir letztens von einer Situation im Supermarkt erzählt. Sie, mit weinendem Baby auf dem Arm, hetzt durch den Supermarkt, um schnell das Nötigste zu besorgen. Die Schlange an der Kasse ist lang, die Stimmung ihres Säuglings gleitet ins schwer Ertragbare ab. Und exakt niemand in der Schlange hat ihr in dieser Situation angeboten, sie an der Kasse vorzulassen.

Stattdessen haben sich alle genervt abgewendet, den Kopf geschüttelt und entnervt gestöhnt. Ganz nach dem Motto: Wie kann es diese Frau wagen, uns mit einem weinenden Kind zu belästigen. Mein Rat: Lasst das, liebe Leute. Statt der Mutter Vorwürfe zu machen, sei es auch nur durch euer Kopfschütteln, helft ihr lieber ein bisschen und lasst sie vor.

2. Quengelware und andere Katastrophen im Supermarkt

Und wo wir gerade im Supermarkt sind: Seht ihr eine gestresste Mama beim Einkauf, vielleicht sogar mit einem weinenden Baby oder Kleinkind, dann sagt ihr nicht, dass ihr glaubt, das Baby sei hungrig oder müde oder hätte aber schlechte Laune. Niemand weiß das besser als die Mama. Haltet entweder Abstand und lasst sie ihrer Wege ziehen oder noch viel besser, fragt, ob ihr helfen könnt bzw. sie Hilfe braucht.

Es kann natürlich sein, dass die Mama eure Hilfe ablehnt. Vermutlich wird das auch häufiger vorkommen. Aber es wird Situationen geben, da könnt ihr tatsächlich helfen. Und genau deshalb lohnt es sich, seine Hilfe auch einmal mehr als zu wenig anzubieten.

3. State the obvious

Generell, das wissen Eltern, neigen andere Personen gerne dazu, das Offensichtliche noch mal auszusprechen. So als könnte jemandem beispielsweise entgehen, dass das weinende Kind am Boden, das die ganze Zeit nach Eis schreit, ein Eis haben möchte. Eltern wissen in den meisten Fällen, was sie da tun. Und vor allem wissen sie, was ihr Kind mit diesem Verhalten verfolgt.

Wenn ihr also Eltern trefft, deren trotzendes Kind sich in einen Wutanfall steigert, fragt auch hier, ob ihr helfen könnt. Und wenn euch die Eltern das erlauben, sprecht das Kind einfach mal an. Ihr werdet staunen, wie schnell seine Wut verfliegt. Und wie glücklich euch die Eltern anstrahlen.

4. Zu warm, zu kalt, zu ungesund

"Ich glaube, dem Baby ist zu warm/ zu kalt/ zu langweilig/ zu viel los..." - diese Liste lässt sich unendlich fortführen. Aber auch wenn eine Weisheit sagt, es brauche ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen, so würden viele Eltern gern darauf verzichten, wirklich von jedem Dorfbewohner Ratschläge zu erhalten.

Sätze, die mit 'ich glaube', 'ich denke' oder 'meinst du nicht, dass' beginnen und im Anschluss einen Rat an die Mutter oder den Vater beinhalten, sollte niemand aussprechen. Glaubt, denkt und meint was immer ihr wollt, aber sprecht es nicht aus. Eltern, die gerne einen Rat hören wollen und glauben, dass ihr Gegenüber der richtige Ansprechpartner dafür ist, fragen danach.

5. Kopfschütteln

Kaum etwas drückt Missfallen besser aus als Kopfschütteln. Doch diese kleine Geste treibt vor allem Eltern in den Wahnsinn. Denn wenn man mitbekommt, dass wildfremde Menschen die elterlichen Kompetenzen oder das kindliche Benehmen einfach so missbilligen, möchte man schreien vor Wut.

Schüttelt also nicht mit dem Kopf, auch wenn euch etwas ganz und gar nicht gefällt. Denn wie sagte schon der kleine Klopfer im Film 'Bambi': "Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, soll man den Mund halten." Und das gilt auch für die nonverbale Kommunikation.

6. Kinderwagen in der überfüllten Bahn

Es gibt Uhrzeiten, an denen ist es auf den Straßen und in den Bahnen voller als zu anderen. Aber auch dann sind Mamas mit ihren Babys unterwegs. Und wenn die mit der Bahn fahren wollen, haben sie das gleich Recht wie jeder andere schnell an ihr Ziel zu kommen. Rückt also auf und macht Platz und begegnet der Mutter mit Kinderwagen nicht mit Kopfschütteln und blöden Kommentaren.

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