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Quengel-Alarm! Soforthilfe, wenn Kinder einen schlechten Tag haben

von Inga Back Veröffentlicht am 26. März 2019
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Es gibt Tage, da sind wir alle mal motzig. Wenn eure Kinder es sich jedoch zur Gewohnheit gemacht haben, ihre schlechte Laune in anhaltendem Quengeln zu zeigen, ist das problematisch. Wir zeigen euch, wie ihr dieses Problem ratzfatz wieder in den Griff bekommt.

Kleine Kinder können sich noch nicht so gut verständigen. Ihnen fehlt der nötige Wortschatz und zu Beginn auch die Sprechfähigkeit, um ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Es bleibt ihnen also nur das Weinen, um sich bemerkbar zu machen. Je älter sie werden, desto besser können sie dieses jedoch anpassen. Aus dem Weinen wird mit der Zeit ein Quengeln. Kinder lernen also schon zu quengeln, bevor sie vollständige Sätze sprechen können.

Bis zum 4. Lebensjahr haben Kinder ihre Muttersprache in der Regel perfektioniert. Sie sprechen fließend und in vollständigen Sätzen. Zu dieser Zeit hören viele langsam auf zu quengeln und lernen bessere Methoden, um ihre Wünsche zu kommunizieren. In manchen Fällen hält sich das Quengeln jedoch länger und hartnäckiger. Dann sind ein paar kreative Ansätze gefragt, um kleine Quengler zu beruhigen.

1. Negatives Verhalten niemals belohnen

Sobald ein Kind seinen Tonfall in einen quengelnden umwandelt, sollte der erste Schritt sein, klar zu kommunizieren, dass das Quengeln sie nicht weiterbringen wird. Sagt ihnen, dass ihr sie nicht verstehen könnt, wenn sie so sprechen. Wenn sie trotzdem weiterhin jammernd und weinerlich klingen, erinnert sie noch einmal, dass ihr sie nur versteht, wenn sie wie ein großes Kind sprechen.

Wenn sie dennoch weitermachen, unterbrecht den Augenkontakt und macht das weiter, was ihr vorher gemacht habt. Wiederholt, dass ihr quengeln nicht versteht. Wenn nötig, verlasst sogar den Raum und sprecht erst wieder über das Thema, wenn das Quengeln aufgehört hat. Kinder hören sehr schnell auf zu quengeln, wenn sie lernen, dass es ihnen nicht das gewünschte Ergebnis liefert.

Achtung: Einfach nur ignorieren funktioniert nicht. Es könnte sogar dazu führen, dass euer Kind noch quengeliger wird. Es ist wichtig, dass Kinder verstehen, warum ihre Eltern gerade nicht auf sie eingehen und was sie tun können, damit Mama und Papa sie wieder verstehen.

2. Sei ein gutes Vorbild

Damit diese Strategie gut funktioniert, ist es also wichtig, dass eure Kinder wissen, was sie anstelle des Quengelns tun sollten. Sie können das negative Verhalten, also das Quengeln, nur dann mit positivem Verhalten ersetzen, wenn sie auch wissen, wie das Positive funktioniert.

​Niemand kommt zur Welt und ist sofort ein Meister im Kommunizieren.
Sagt euren Kindern also genau, was gewünscht ist. Redet selber in einem ruhigen, entspannten Ton und sprecht ihnen die Sätze vor, die sie in so einer Situation sagen könnten.

Wichtig ist dabei auch, dass ihr dies tut, ohne zu sehr auf das Quengeln einzugehen. Redet also nicht über das negative Verhalten und warum das schlecht ist, sondern legt den Fokus auf die positive Alternative und wie diese euer Kind weiterbringen wird. Denn eine Reaktion, selbst eine negative, bestärkt euer Kind in dem Verhalten. Bestärkt also lieber das Positive als das Negative.

3. Geht auf die Bedürfnisse der quengelnden Kinder ein

Meistens neigen Kinder dazu, dann zum Quengeln zu greifen, wenn sie gerade müde oder hungrig sind. Wir sind schließlich auch gereizt, wenn eines unserer Grundbedürfnisse unerfüllt bleibt. Manchmal ist das Problem aber nicht ganz so offensichtlich wie Hunger oder Müdigkeit, sondern es geht vielleicht um eine Reizüberflutung. Dein Kind braucht möglicherweise ein paar stille Minuten mit Mama, in denen ihr gemeinsam etwas Ruhiges spielt oder lest.

So kann man Quengeln auch verhindern, bevor es dazu kommt. Manchmal lassen sich stressige Situationen natürlich nicht vermeiden. Dann kann man jedoch Verständnis für seinen kleinen Quengler aufbringen, da das Problem eher in den problematischen Umständen liegt.

Hier hilft es, die Gefühle der Kinder anzuerkennen. Man kann sagen, dass man versteht, warum es dieses Spielzeug haben möchte. Es sei auch wirklich toll und man könnte es auf die Wunschliste für Weihnachten setzen oder dem Kind vorschlagen, dass es auf das Spielzeug spart. Man erkennt also das Problem an, zeigt Verständnis für seine Gefühle und bietet ihm auch gleich Lösungsansätze. So wird der Quengel-Anfall abgewandt und Kinder lernen, dass sie ihre Probleme sogar selber lösen können.

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