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"Wie, du stillst nicht?" 5 Antworten auf unerwünschte Erziehungstipps

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 3. Januar 2018
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Von der Kassiererin im Supermarkt bis hin zur Schwiegermama - beim Thema Babys und Erziehung glaubt plötzlich jeder, ein Experte zu sein. Die meisten Ratschläge dieser Experten sind zwar gut gemeint, nervig sind sie aber trotzdem. Wir verraten euch, wie ihr bei all den "Tipps" die Ruhe bewahren könnt und wie ihr am besten kontert.

Babys sind zuckersüß und absolut hilflos, deshalb lösen sie bei uns auch sofort den Instinkt aus, sich um sie kümmern zu wollen. Es soll ihnen einfach gut gehen. Vermutlich haben genau deshalb auch viele (fremde) Menschen das Bedürfnis, einer Mama mit Baby helfen zu wollen - ob ihre vermeintliche Hilfe erwünscht ist oder nicht.

So kommt es, dass eine frischgebackene Mama von allen Seiten mit Ratschlägen bombardiert wird: Das Baby sollte eine Mütze tragen; halt das Baby anders; das Baby sieht müde aus; ein Schnuller macht schiefe Zähne; so kleine Babys sollten noch kein Obst essen; wenn das mein Kind wäre...

Gerade beim ersten Kind, wenn Mama sich selbst in ihrer Erziehung noch nicht sicher fühlt und überwältigt ist von ihren Emotionen und dem Schlafentzug, können sich selbst liebe Ratschläge ganz schnell wie Kritik anfühlen. Und mit permanenter Kritik fühlt sich niemand gut. Damit ihr Mamas in Zukunft gelassen bleiben könnt, haben wir für euch ein paar nützliche Tipps und geniale Antworten auf ungewollte Erziehungsratschläge.

"Danke, ich werde das mit meinem Partner besprechen."

Ältere Menschen haben oft das Gefühl, dass sie es sich verdient haben, anderen (jüngeren) Eltern Ratschläge zu geben. Schließlich haben sie ihre eigenen Kinder großgezogen, Enkel betreut und schon jede Menge Lebenserfahrung. Doch andere Zeiten verlangen nach anderer Erziehung und manch ein gut gemeinter Rat widerspricht sogar geradewegs dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Wenn euch also mal wieder eine fremde, ältere Frau erklärt, wie ihr euer Kind großziehen solltet, ist manchmal der beste und effektivste Weg, ihr gut zuzusprechen. Diskutieren ist definitiv zwecklos. Ein enthusiastisches "Gute Idee" gepaart mit dem Hinweis, dass ihr das mit dem Kindsvater besprechen werdet, kann dagegen Wunder wirken! Damit habt ihr gerade sichergestellt, dass sie keine weitere Überzeugungsarbeit leisten muss - somit seid ihr happy - und die ältere Frau fühlt sich ernstgenommen und wertgeschätzt, sodass ihr gerade jede Menge Karma-Punkte gesammelt habt.

"Interessant! Ich frage mal unseren Kinderarzt."

Für die ganz hartnäckigen Besserwisser reicht ein netter Hinweis oft nicht. Sie diskutieren bis die Nerven aller Beteiligten und Umstehenden komplett am Ende sind. Hier hilft nur noch eins: Der Hinweis auf den echten Fachmann. So habt ihr der Person, die einfach nicht locker lassen möchte, gleich den Wind aus den Segeln genommen. Schließlich diskutiert niemand mit einem Arzt.

"Ich verstehe, warum ihr das so handhabt."

Es ist oftmals besonders schwierig mit Ratschlägen von Freunden oder Verwandten umzugehen. Schließlich möchte man niemanden vor den Kopf stoßen oder ihnen das Gefühl vermitteln, man würde ihre Erziehungsmethoden missbilligen. Darum lautet hier das oberste Gebot, Verständnis auszudrücken. Stellt interessierte Nachfragen, warum sie sich dafür entschieden haben und beendet das Gespräch damit, dass ihre versteht, warum sie es so gemacht haben. Etwas verstanden zu haben, bedeutet schließlich noch nicht, dass man auch einverstanden sein muss.

"Guter Hinweis, ich danke dir."

Die Königsdisziplin ist es, Ratschläge von der Schwiegermutter abzuwenden. Aber genau hier ist Vorsicht geboten. Es ist wichtig, dass sich die Schwiegermama gehört fühlt. Wenn du sie unterbrichst und nicht aussprechen lässt, kann das ihre Gefühle verletzen. Und böses Blut in der Familie kann niemand gebrauchen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Schwiegermama dir mit Sicherheit nur helfen möchte, sie ihr Enkelchen über alles liebt und schließlich auch bei deinem Partner einiges richtig gemacht hat.

Hör ihr also zu, lass sie ausreden - auch wenn du nicht einverstanden bist - und bedanke dich dann bei ihr. Danke ihr für den Rat und bestätige sie in soweit darin, als dass du deutlich machst, dass du nachvollziehen kannst, wieso sie das damals so gehandhabt hat. Für extra Pluspunkte kannst du ihr auch dafür danken, dass du sie immer um Rat fragen kannst. Sie wird überglücklich sein und in Zukunft auch nachsichtiger mit dir, wenn sie mal mit einer deiner Entscheidungen nicht einverstanden sein sollte.

"Das ist vielleicht nicht der beste Weg für euch, aber der richtige für unsere Familie."

Manchmal haben die Menschen, die am wenigsten über eure Situation wissen, am meisten dazu zu sagen. Falls ihr also einen Rat von jemandem bekommt, auf dessen Meinung ihr gar keinen Wert legt und die für euch auch nicht wichtig ist, dürft ihr das auch durchaus sagen. Bleibt dabei natürlich freundlich, aber bestimmt. Jede Familie ist anders, jedes Kind ist anders und somit ist nicht zwingend das, was bei anderen funktioniert hat, auch der beste Weg für euch.

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