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Deine BFF zeigt kein Interesse an deinem Kind? Hier sind 5 Tipps!

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 17. Februar 2019
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Wie Pech und Schwefel hat man zusammengeklebt und alles miteinander erlebt - Liebe und Trennungen, Prüfungsstress und erste Erfolge im Job. Mit der besten Freundin hat man jedes Detail seines Lebens geteilt und bis ins kleinste analysiert. Und plötzlich steht ein Baby zwischen der besten Freundin und einem. Wie reagiert man da richtig?

Der Moment, in welchem man der besten Freundin die Nachricht überbringt, dass man ein Baby erwartet, ändert die Freundschaft sofort. Wo man vorher über alles sprechen konnte, wichtig oder auch belanglos, hält plötzlich ein gewisser Ernst Einzug. Vielleicht nicht unmittelbar, aber spätestens mit der Geburt des Kindes. Und es passiert, dass Freundschaften, die über Jahre gewachsen sind, daran zerbrechen.

Besonders schwierig wird es, wenn die beste Freundin kein Interesse an deinem Kind zu haben scheint. Wenn sie sich Stück für Stück aus deinem Leben zurückzieht. Nicht, weil sie dir das Glück nicht gönnt, sondern weil ein Leben mit Baby gerade nicht zu ihrer Vorstellung passt. Vielleicht auch, weil sie das Gefühl hat, dass sie nicht mehr in dein Leben mit Baby passt. Das ist für beide Seiten schwierig. Und daran müssen beide Seiten arbeiten.

1. Sprecht offen miteinander

Es hilft absolut nichts, wenn beide Seiten sich Vorwürfe machen. Es hilft aber genauso wenig, wenn man so tut, als sei alles in Ordnung. Man kann der Freundin durchaus sagen, dass man für den Moment mit dem Baby alle Hände voll zu tun hat.

Man sollte ihr aber auch sagen, dass einem die Freundschaft wichtig ist und dass man, auch wenn man gerade weniger Zeit für sie hat, sie gerne sieht oder hört. Dass man wissen will, was in ihrem Leben los ist. Und ihr erzählen will, wie man sich selbst gerade schlägt. Es tut beiden Seiten gut zu wissen, dass sie geschätzt werden.

2. Habt Zeit zu zweit

Es braucht sicher ein bisschen Zeit, aber irgendwann ist auch der Alltag mit Baby geregelter. Es hat feste Zeiten, an denen es gefüttert wird und auch feste Zeiten, an denen es schläft. Genau dann ist der Moment gekommen, an dem ihr beiden wieder nur zu zweit quatschen könnt. Trefft euch auf einen Kaffee, geht gemeinsam eine Runde spazieren oder telefoniert ungestört ein oder zwei Stunden.

Wenn man sich nicht mehr so regelmäßig sieht oder hört, ist es normal, dass man sich ein wenig entfremdet und irgendwie erst wieder warm miteinander werden muss. Kennt man sich aber gut, braucht es nicht lange, bis man sich wirklich wieder alles erzählen kann.

3. Zeig ihr "deine Welt"

Dinge, von denen wir keine Ahnung haben, verunsichern uns und wir ziehen uns zurück. Für jemanden, der (noch) keine Kinder hat oder es sich vielleicht auch nicht vorstellen kann, ist es schwierig zu verstehen, was das genau bedeutet.

Damit deine beste Freundin aber weiß und auch verstehen kann, wie es bei dir so läuft, solltest du sie einladen. Lass sie dir bei kleinen Dingen mit dem Baby helfen, es mal halten oder ihm ein Fläschchen geben. Damit gibst du ihr das Gefühl, dass du sie brauchst, ihre Nähe schätzt und ihr vertraust.

4. Hab Verständnis für ihre Seite

Wenn man ehrlich zu sich ist, braucht man nach der Geburt eine ganze Zeit, bis man überhaupt realisiert, dass man die beste Freundin schon lange nicht mehr gehört hat. Dass sie sich nicht gemeldet hat. Und genau da sitzt der Konflikt zwischen euch gerade. Denn nicht nur sie hat sich nicht gemeldet, du hast es auch nicht gemacht.

Statt sich jetzt hinter dem Baby zu verstecken mit der Entschuldigung, dass man ja wirklich alle Hände voll zu tun hat, sollte man einsehen, dass auch die Freundin zu tun hat. Sie hat genau wie du damit zu tun, sich daran zu gewöhnen, dass du jetzt ein Baby hast. Und das braucht auch Zeit. Sei also nicht eingeschnappt, dass sie sich nicht bei dir gemeldet hat. Auch wenn du glaubst, dass sie eher Zeit dafür hätte.

Wenn dir auffällt, dass ihr euch schon viel zu lange nicht mehr gehört habt, nimm du den Hörer bei der nächsten Gelegenheit in die Hand und melde dich bei ihr.

5. Sei nicht nachtragend

Und wirf ihr auf gar keinen Fall vor, dass sie sich nicht gemeldet hat. Sondern gib ihr die Zeit, die sie braucht. Und wer weiß: Wenn auch deine beste Freundin eines Tages ein Kind bekommt, dann stehst du ihr zur Seite. Mit deiner Anwesenheit und - wenn sie will - auch mit ein paar Tipps von Mama zu Mama.

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