Home / Buzz / Beliebt im Netz / Ein 6-Jähriger schämt sich für sein auffälliges Feuermal - bis er auf diesen Jungen trifft

Buzz

Ein 6-Jähriger schämt sich für sein auffälliges Feuermal - bis er auf diesen Jungen trifft

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 3. August 2016

Wie dieser Erstklässler auf der Feuermal seines Klassenkameraden reagiert, sollte uns allen ein Vorbild sein.

Madeline Schmidt, eine Mutter aus dem amerikanischen San Diego, teilte kürzlich eine Geschichte über ihren 6-jährigen Sohn Grant auf der Facebook-Seite 'Love What Matters'. Denn Grant kam mit einem großen Feuermal im Gesicht zur Welt und leidet besonders in der letzten Zeit unter den Kommentaren von anderen Kindern und völlig Fremden.

Doch in ihrem Post erzählt Madeline, wie die einfache Geste eines Mitschülers ihrem Sohn neues Selbstbewusstsein schenkte. Diese Geschichte beweist uns, wie einfach es sein kann, etwas Gutes für andere zu tun.​

Loading...

Mein 6-jähriger Sohn Grant hat ein Feuermal im Gesicht. Sein Mal hat ihn über die Jahre nicht viel gestört, aber das hat sich im letzten Jahr (Kindergarten) geändert und er sagt nun, er wünschte, er hätte es nicht. Es stört ihn nicht, wie es aussieht. Sein Leiden ist es, dass Fremde ihn ständig fragen, was mit seinem Gesicht passiert sei und, ob etwas mit ihm nicht stimme. Er hat eine Standart-Antwort: "Es ist nur ein Feuermal." Das sagte er früher sehr sachlich, aber in letzter Zeit sagt er es in einer erschöpften Stimme, weil er es satt hat, es jedem, den er trifft, erklären zu müssen. Und manchmal sagen Menschen Dinge, die unglaublich verletzend sind, ohne es zu realisieren. (Zum Beispiel sagte ein technischer Assistent beim Kinderarzt nach Grants Erklärung kürzlich: "Oh, ich dachte, jemand hätte dir ins Gesicht geschlagen.")

Im vergangenen Schuljahr ging er während des Unterrichts auf die Toilette. Ein anderes Kind, das er nicht kannte, war ebenfalls dort und fragte wie üblich, was mit seinem Gesicht passiert sei. Grant gab seine übliche Antwort. Aber der Junge tat etwas anderes. Er sagte: "Dein Feuermal ist ziemlich cool." Und dann fragte er Grant, ob es seine Gefühle verletze, wenn Leute ihn danach fragen oder sich darüber lustig machen. Grant bejahte das. Das andere Kind sah ihn dann an und sagte: "Lass dir das nicht gefallen, Kumpel."

Und einfach so fühlte sich Grant unterstützt und umsorgt und die Tatsache, dass dieser Fremde etwas "Nettes" (so Grant) über sein Feuermal sagte, machte ihn glücklich. Er hatte das größte Lächeln im Gesicht, während er mir diese Geschichte erzählte.

Dieses fremde Kind hatte mehr Freundlichkeit, Einfühlsamkeit und emotionale Intelligenz als viele Menschen, die viermal so alt sind wie er. Wo es so viele Probleme gibt mit gemeinen Kindern, die die Gefühle anderer verletzten, gibt mir dieser Junge wirklich Hoffnung. (...)

Ich war mir sicher, dass dieses Kind bereits in der 4. oder 5. Klasse war, weil er so reif und selbstbewusst mit Grant sprach. Tja, ich lag wirklich daneben. Sein Name ist Tucker. Tucker ist in der 1. Klasse. Japp, 1. Klasse. Laut seinem Lehrer und seinen Eltern (die ebenfalls großartig sind und von der Geschichte sichtlich gerührt) ist er unglaublich schüchtern. Ein sanfter, introvertierter und zurückhaltender kleiner Junge. Ein Junge, der sich dazu berufen fühlte, seine Schüchternheit abzulegen, um Grant anzusprechen, weil er ebenfalls schon wegen Kommentare anderer Kinder traurig war. (...) Mein Herz ist einfach glücklich, die beiden Jungs zusammen zu sehen. Eine Freundschaft, die mit Einfühlsamkeit, Mut und wahrer Nettigkeit von einem Kind zum nächsten begann.

Kein Wunder, dass Madelines Post in kürzester Zeit von Tausenden Menschen geteilt wurde. Viele erzählten von ihrem eigenen Kampf mit auffälligen Feuermalen oder "Makeln", für die sie sich einst schämten. Dabei erinnert uns diese Geschichte wieder daran, dass wir das gar nicht müssen.

Auch auf gofeminin: Perfekt war gestern: Ein Hoch auf die Models, die nicht der Norm entsprechen!

© Instagram melaniegaydos / diandraforrest / winnieharlow / Hector Garza
von Maike Schwinum