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Von wegen Problemzone! 9 Frauen beweisen, dass wir unsere "Makel" nicht verstecken müssen

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 13. Januar 2016

Zu kräftig für bauchfrei, zu alt für kurze Kleider oder zu kurvig für ärmellose Tops? Von wegen!

"Das ist nicht besonders vorteilhaft!" oder "Würde dir etwas anderes nicht eher schmeicheln?" Wie oft habt ihr diese Sätze schon zu hören bekommen? Ob als gut gemeinter Rat einer Freundin oder fachkundiger Hinweis einer Verkäuferin - wirklich Freude machen diese Aussagen nicht. Schließlich finden wir die von uns ausgewählten Kleidungsteile eigentlich super. Warum also können wir unsere "unvorteilhaften" Stücke nicht einfach ohne schlechtes Gewissen tragen?

Das dachte sich auch die Modemarke 'SmartGlamour' und veröffentlichte deshalb eine neue Kampagne mit dem Namen #ImFlattered (zu Deutsch: "Ich fühle mich geschmeichelt.") In aussagestarken Bildern stellen neun Frauen ihre vermeintlichen Makel zur Schau und tragen dazu genau das, von dem man ihnen sonst eigentlich abrät. "Die Kampagne zeigt Frauen, die sich gegen Äußerungen wehren, die andere über ihre Körper machen", erklärt SmartGlamour-Gründerin Mallorie Dunn im Gespräch mit 'BuzzFeed'. "Besonders gegen jene Äußerungen, die ihre Kleidung betreffen, und was ihnen 'schmeicheln' würde."

© Facebook / SmartGlamour

Auf den Schildern, die die Models halten, stehen Sätze wie: "Glaubst du nicht, das Kleid ist ein wenig zu kurz und zu eng für eine Frau in deinem Alter?", "Dein Kreuz ist zu breit für ein Neckholder-Top!" oder "Versteck deine Arme, sie sind eine Problemzone."

Mallorie Dunn erklärt, dass "schmeichelhaft" ein Wort mit vielen Bedeutungen ist. Zunächst ist es eigentlich ein Kompliment, aber dahinter steckt je nach Kontext noch viel mehr. "'Schmeichelhafte Kleidung' bedeutet mehr oder weniger 'Das lässt dich schlanker aussehen' oder 'Das versteckt deine Makel'", so Dunn. "Besonders in der Frauenwelt. Wir bekommen jeden Tag gesagt, dass wir schmaler sein müssen. Wir sollten kein sichtbares Fett, keine Cellulite oder Makel haben."

Schaut euch hier das Video zu dem Shooting an:

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Eine der Frauen, die an der Kampagne teilnahm, ist Liz Richards. Sie hat von ihrer Skoliose-OP eine lange Narbe auf dem Rücken. "In einer Umkleidekabine beim Sport sagte mir eine Frau, ich sollte mir etwas überziehen, denn 'Das will niemand sehen.' Ich schämte mich sehr", erzählt Richards. "Ich denke, was diese Kampagne tut, um Frauen zu helfen, ihre Körper und ihre Besonderheiten zu akzeptieren, ist unglaublich."

"Ich möchte alle meine jungen Nichten, Cousinen und Frauen überall auf der Welt dazu inspirieren, sich selbst zu lieben, so wie sie sind, denn so seid ihr gut genug", erklärt ein anderes Model, Marcy Cruz.

Besser hätten wir es auch nicht sagen können! Natürlich ist es völlig legitim, dass Mode-Experten kund tun, was welchem Figurtyp am besten steht - schließlich kleiden viele Frauen sich gerne vorteilhaft. Doch am Ende sollte jede Frau für sich selbst entscheiden, was sie tragen möchte, und es sich nicht verbieten lassen, bloß weil es Körperstellen zeigt, an denen sich andere Menschen stören könnten.

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Robyn Lawley © Instagram / Robyn Lawley
von Maike Schwinum