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Das wohl SCHLIMMSTE Stellenangebot für eine Nanny aller Zeiten

von Inga Back Veröffentlicht am 25. August 2017

Wer träumt nach einem Psychologie-Studium nicht davon als Kindermädchen zu arbeiten?

Es ist ja längst bekannt, dass es sich unter den Reichen und Schönen schickt, eine Nanny zu haben. Manche Familien haben sogar mehrere, damit ihre Sprösslinge rund um die Uhr betreut werden können. Diesen Spaß lassen sie sich einiges kosten, aber für ihr Geld wollen sie dann aber auch etwas geboten bekommen. Schließlich sollen die Kleinen am besten noch vor dem Kindergarten Chinesisch lernen. Wie soll aus ihnen denn sonst etwas werden?

So kommt es, dass man vermehrt von absurden Stellenausschreibungen hört, in denen eine Supernanny gesucht wird, die mindestens drei Sprachen fließend spricht und zwei Instrumente spielt (kein Scherz, hat es alles schon gegeben). Doch diese Stellenausschreibung von einer Londoner Familie ist wohl nicht zu übertreffen. Ernsthaft: Selbst Mary Poppins wäre nicht gut genug für den Job.

Abschluss als Kinderpsychologin ist Voraussetzung

Auf der Website Childcare.co.uk können Familien nach Babysittern, Aupairs oder Nannys für ihre Kinder suchen. Sie posten eine Stellenausschreibung und potenzielle Kandidaten können sich einfach mit ihnen in Verbindung setzen.

Genau das hat eine sechsköpfige Familie aus London auch gemacht. Sie suchen für ihre vier Kinder im Alter von 2, 5, 7 und 15 Jahren eine Nanny - aber nicht irgendeine, sonder die ultimative Super-Nanny mit schier übernatürlichen Fähigkeiten. Aber lest doch selbst:

"Wir suchen nach einer hoch-qualifizierten Nanny, die einen Abschluss in Kinderpsychologie besitzt, keine eigenen Kinder hat und mindestens 15 Jahre Berufserfahrung als Kindermädchen nachweisen kann."

Das fängt ja schon mal gut an. Wie viele Psychologinnen, die seit Jahrzehnten als Kindermädchen arbeiten, kennt ihr? Richtig, ich kenne auch keine. Aber es geht noch weiter.

Gesucht: Bewerber ohne eigenes Leben

"Der Kandidat muss dazu bereit sein, sechs Tage die Woche von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends zu arbeiten."

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Wir halten also fest: Ein Privatleben dürfen Bewerber auch nicht haben. Wäre sowieso unpraktisch, denn die Familie hat vier Häuser, zwischen denen sie ständig hin- und herreisen. Das bedeutet etwa drei Mal die Woche fliegen sie von London nach Atlanta, Kapstadt oder Barbados (zugegeben: Es gibt schlimmeres).

Obwohl es bei der Jobbeschreibung um eine Position als so genannte Live-in-Nanny geht - also eine Nanny, die im Haus der Familie lebt - dürfen die Bewerber auf diese Stelle kein Problem damit haben, periodisch obdachlos zu sein. Oder wenigstens gute Freunde haben, bei denen sie wochenweise einziehen können.

"Mein Mann und ich sind aufgrund unserer Arbeit und sozialer Verpflichtungen oft unterwegs, aber wenn wir zuhause sind, haben wir gerne Zeit alleine mit unseren Kindern. Deswegen wird es Zeiten geben, in denen wir unsere Nanny bitten, das Haus zu verlassen, damit wir Zeit als Familie verbringen können."

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Kindermädchen/Leibwächter gesucht

Achja: Die Nanny sollte gleichzeitig auch Hulk Hogan in "Mr. Babysitter" doubeln können. Denn Selbstverteidigung sollte sie auch beherrschen.

"Im Idealfall ist unsere Nanny in Selbstverteidigung ausgebildet, wobei wir dem richtigen Kandidaten auch ein entsprechendes Training finanzieren würden. Dieser Punkt ist nicht verhandelbar."

Auch wenn der letzte Punkt jetzt den Eindruck erweckt, alle Voraussetzungen außer der Selbstverteidigung wären verhandelbar, lasst euch nicht täuschen, dem ist nicht so. Nachdem die Familie etwa 300 Bewerbungen erhalten hat - was etwas damit zutun haben könnte, dass die Position mit umgerechnet mehr als 9.000 Euro im Monat vergütet wird - haben sie nämlich ihre Ausschreibung um einen weiteren Punkt ergänzt:

"Wenn du nicht ALLE notwendigen Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Position mitbringst, möchten wir dich höflichst darum bitten, dich gar nicht erst zu bewerben. Das wäre reine Zeitverschwendung für dich und uns."

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Geheimhaltungsvertrag inklusive

Unter den zuvor 300 eingegangenen Bewerbungen waren nämlich, in den Worten dieser Frau, nur "eine kleine handvoll" überhaupt qualifiziert. Uns beeindruckt es schon, dass es überhaupt jemanden gibt, der auch nur im Ansatz diese Voraussetzungen erfüllt und den Job trotzdem machen will.

Eine Geheimhaltungsvereinbarung muss jeder potenzielle Kandidat übrigens auch noch unterschreiben. Und eine zweiwöchige Testphase überstehen, nach der die Kinder entscheiden, ob sie die Nanny überhaupt mögen. Alles in allem klingt das doch nach einem Traumjob frisch aus der Hölle. Wer sich dennoch bewerben möchte, hier ist der Link zur Stellenausschreibung.

Hier findest du noch mehr Persönlichkeitstests!

von Inga Back

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