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© THe BoOk Of Timothy
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Eine Einladung zum Kindergeburtstag rührt diese Mutter eines autistischen Jungen zu Tränen

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 21. März 2016

"Gemeinsam kriegen wir das hin!"

Die Kanadierin Tricia Klein ist Mutter eines siebenjährigen Sohnes namens Timothy. Timothy wurde im Alter von zwei Jahren mit nonverbalem Autismus diagnostiziert. Das bedeutet, dass der Junge extreme Schwierigkeiten hat, zu sprechen, zu kommunizieren und schnell Anfälle bekommt, wenn er "überstimuliert" wird. Tricia hat deshalb oft damit zu kämpfen, dass ihr Sohn eben nicht so ist wie andere Kinder und in der Schule und im Sozialleben manchmal außen vor ist.

Umso schöner war es für Tricia als sie die Einladung zum Kindergeburtstags eines Mitschülers von Timothy erhielt. Die Mutter des Jungen, Ainsley Peikos, schrieb darin einfache und doch so ergreifende Worte, die Tricia zu Tränen rührten.

Carter sitzt neben Timothy in der Schule und redet oft von ihm. Ich hoffe, er kann kommen. Wir mieten eine Hüpfburg mit einer Rutsche. Außerdem wird es Wasserballons und Wasserpistolen geben. Vielleicht kann Timothy an dem Tag etwas früher kommen, falls die ganze Klasse für ihn zu viel ist. Lassen Sie es mich wissen, damit wir es gemeinsam hinkriegen!

Die Mutter aus den kanadischen Ontario ist von den Worten ergriffen. "Ich weinte den ganzen Tag", erklärt Tricia im Gespräch mit 'ABC News'. "Ich war so gerührt, dass sie sich nicht nur die Zeit genommen hatte, diesen Brief zu schreiben, sondern dass sie zudem auch noch solche Rücksicht auf Timothys Herausforderungen nahm. Es war ein wundervoller Moment."

Wegen seines Autismus ist Timothy von großen Menschenmengen oft schnell überfordert und das kann in einem Nervenzusammenbruch enden. Deshalb musste Tricia bisher jede Einladung zu einem Kindergeburtstag ablehnen. "Es ist schwer, denn er sehnt sich trotzdem nach sozialen Kontakten und will integriert werden", so die Mutter. "Ich möchte aber einfach nicht, dass er bei einer Feier Probleme bekommt und das die Feier für das Geburtstagskind vermiest."

In einem Blog-Eintrag beschreibt Tricia, wie bedeutend die Einladung für sie war - und dass sie durch die Rücksicht dieser Mutter endlich zu einer Feier zusagen konnte. "Diese Mutter hat mir Hoffnung für Timothys Zukunft gemacht, denn manchmal werde ich in der Dunkelheit seiner Diagnose gefangen", so Tricia.

​Und so entwickelt sich zwischen Ainsley Peikos und Tricia eine tiefe Freundschaft. "Ich möchte nur eines für unsere Kinder: Inklusion", erklärt Ainsley. "Ich möchte einfach nur, dass sie sich eingeschlossen und akzeptiert fühlen, so wie sie sind - und dass sie wissen, dass es okay ist, anders zu sein."

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