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Emotionale Aufnahme: Eine Mutter sieht, wie ihr autistischer Sohn seinen ersten Freund findet

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 20. Oktober 2016
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Der 5-Jährige lernt zum ersten Mal seinen Begleithund kennen - und die Verbindung der beiden ist rührend.

Ein bester Freund kann unser Leben um so einiges besser machen. Das beweist auch diese Geschichte, die die Non-Profit-Organisation '4 Paws for Ability' kürzlich geteilt hat. Die Organisation, die Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Handicaps zu Begleithunden und -tieren verhilft, teilte die Erzählung einer Mutter, die genau das erlebte.

Shanna Niehaus ​ist die Mutter eines 5-jährigen Jungen, der Autismus hat, und kürzlich seinen Begleithund Tornado zum ersten Mal kennenlernen durfte. Der Effekt, den der Hund auf den Jungen, der sozial und emotional extreme Schwierigkeiten hat, war enorm.

In einer emotionalen Aufnahme sieht man, wie Tornado und Shannas Sohn sich kennenlernen, während die Mutter dahinter sitzt und in Tränen ausbricht. In ihren eigenen Worten beschreibt sie, wie es war, diese Art der schnellen und freiwilligen Verbindung bei ihrem Sohn zum ersten Mal zu sehen.

Seht ihr diesen Moment?
So einen Moment habe ich noch nie erlebt.

(...) Dieser Junge ist das stärkste Kind, das ich je getroffen habe; er hat unzähligen unhöflichen und ignoranten Erwachsenen und Kindern begegnen müssen, die ihn nicht verstanden oder geschätzt haben und die ihn verletzt haben, weil er anders ist. Dieses Bild fängt das Gesicht einer Mutter ein, die ihr Kind sah, das sie nicht ohne Weiteres umarmen, waschen, anziehen, kuscheln oder anfassen kann, wie es sich freiwillig auf seinen neuen Begleithund legte, mit einer Art unausgesprochenen Verbindung.

Dies ist das Gesicht einer Mutter, die erlebt hat, wie ihr Sohn unzählige erfolglose Versuche gemacht hat, soziale Verbindungen zu knüpfen und einen Freund zu finden. Irgendeinen Freund. Irgendeine Verbindung. Sie hat mit ihrem Sohn gesessen, während er nachts geweint hat, monatelang, weil er außerhalb seiner Familie keine stetige Verbindung hatte, egal wie sehr er sich bemühte und egal wie sehr er sich in seiner Therapie bemüht. (...)

Und nun sitzt sie hinter ihrem Sohn, beobachtet den Moment still und kann völlig atemlos kein Wort hervorbringen.
Sie hält ihren Mund weint lautlos, weil sie nicht von dem Moment ablenken will, von diesem ehrlichen, reinen und vollendeten Moment für ihren Sohn. Das ist wirklich magisch. Es ist nicht in Worte zu fassen.

Ich habe schon so oft für diesen Jungen geweint, aber dies ist das erste Mal, dass ich aus einem Grund wie diesem geweint habe.

Es ist neu, es ist schmerzhaft, es ist wunderbar, und es ist dankbar. Ich werde immer hinter diesem Jungen stehen (und vermutlich dabei weinen), aber ich bin dankbar, dass er nun auch Tornado neben sich hat. Die Magie der vier Pfoten ist echt. Das Warten ist lang, aber dieser Moment ist jeden Moment des Wartens wert. Es ist jeden Kampf für meinen Sohn, jede Diagnose, jeden Dienstleister, jeden ausgegebenen Dollar, jedes ausgefüllte Formular, jedes Schul-Meeting, jede Träne, jeden Schritt vorwärts und zurück, und jedes Wunder in der Zukunft wert. Irgendwie weiß ich wegen all dem (und jeden Tornado), dass alles gut werden wird.

Eine wirklich emotionale Geschichte, die beweist, wie wichtig Begleithunde besonders für autistische Kinder sind. Kein Wunder, dass der rührende Post bis heute wohl über 3.000 Mal geteilt wurde.

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