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Ihr Leben hängt am seidenen Faden. Doch eine Botschaft an ihrer Autoscheibe rettet dieser jungen Mutter das Leben

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 30. März 2015
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Christine Royles braucht dringend eine neue Niere, um weiter leben zu können. Weil die Zeit drängt und sie nicht glaubt, über den regulären Spendenweg Hilfe zu bekommen, tut sie etwas Ungewöhnliches.

Mit gerade einmal 23 Jahren erkrankt Christine Royles an Lupus, einer Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigenen Immunsystem nicht richtig funktioniert. So bekämpft ihr Körper nicht nur Bakterien, Viren und Krebszellen, sondern auch gesunde Körperzellen. Bei Christine führte das dazu, dass ihre Nieren versagten.

​Sie wurde in die Spendenkartei aufgenommen und von Ärzten gebeten, zu warten, Geduld zu haben. Doch der Mutter eines zweijährigen Sohnes lief die Zeit davon. Tägliche Dialysen schwächten sie zusehend. Deshalb nahmen Christine und ihre kleine Familie ihr Schicksal selbst in die Hand.

Über eine Botschaft an ihrem Auto suchten sie selbst einen Spender.​ "Suche jemanden, der mir seine Niere spendet. Muss Blutgruppe 0 haben (man braucht nur eine Niere)"

Und tatsächlich mussten Christine und ihr Mann nur ein paar Wochen lang mit dieser Botschaft herumfahren. Denn als Josh Dall-Leighton die Nachricht bei einem Ausflug in die Mall entdeckte, zögerte er keine Sekunde und ließ sich als Spender testen.

​Letzte Woche haben sich Christine und ihr potentieller Spender zum ersten Mal getroffen. Die junge Frau ist überglücklich über den Einsatz des 30-Jährigen. "Ich bin überwältigt, weil jemand so etwas für mich tun will". Für Mai ist bereits ein OP-Termin angesetzt, denn alle Tests deuteten bisher darauf hin, dass Josh der perfekte Spender ist.

Wir wünschen Christine Royles, Josh Dall-Leighton und ihren Familien alles Glück der Welt. Dass jemand so selbstlos sein kann und einem völlig fremden Menschen ein Organ spendet, finden wir bewundernswert, mutig und bewegend.

von Anne Walkowiak