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Trauriger Hilferuf: Erkennt ihr, welche versteckte Botschaft sich in diesem Tattoo verbirgt?

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 31. August 2015

Auf den ersten Blick steht dort, "Es geht mir gut" - doch wer genauer hinsieht, erkennt, was diese junge Frau uns wirklich sagen möchte.

Bekah Miles aus dem US-Bundesstaat Oregon wird momentan im Internet als kleiner Star gefeiert - und der Grund dafür ist eigentlich ein trauriger. Die Studentin der George Fox Universität wurde nämlich im letzten Jahr mit einer Depression diagnostiziert und will nun dazu anregen, mehr über das Tabuthema psychische Erkrankungen zu sprechen. Dafür tut Bekah etwas Drastisches: Sie lässt sich tätowieren.

Das Tattoo der 20-Jährigen ist alles andere als gewöhnlich. Auf den ersten Blick steht auf ihrem Bein "I'm fine" (auf Deutsch: "Es geht mir gut"), doch sieht man die Tinte aus Bekahs Perspektive, ergeben die Buchstaben den Satz "Save me" (auf Deutsch: "Rette mich"). Die junge Frau veröffentlicht Bilder ihres Tattoos gemeinsam mit einer starken Botschaft bezüglich Depressionen auf Facebook.

Ich bin bereit ein Gespräch über meine psychische Erkrankung zu führen. Voriges Jahr wurde ich mit einer Depression diagnostiziert. (...) Also habe ich mir heute dieses Tattoo machen lassen. Ich denke, dass mein Bein die beste Stelle ist, um die Bedeutung zu zeigen. Wenn andere es sehen, dann sehen sie "Es geht mir gut", aber von meiner Perspektive aus, liest es sich: "Rette mich". Für mich bedeutet das, dass andere Menschen vielleicht denken, dass es einer Person gut geht, doch in Wirklichkeit leidet sie. Es erinnert mich daran, dass Menschen, die vielleicht glücklich erscheinen, eigentlich einen Kampf mit sich selbst führen.

Psychische Erkrankungen müssen ernst genommen werden, doch werden von unserer Gesellschaft häufig ignoriert. Unsere körperliche Gesundheit ist uns so wichtig, doch unser mentaler Zustand wird oft vergessen. (...) Deshalb habe ich mir dieses Tattoo machen lassen; es ist toller Gesprächsstoff. Es zwingt mich über meinen Kampf zu reden und die Menschen darauf aufmerksam zu machen, warum das so wichtig ist.

Zum Schluss zitiert Bekah noch den Schauspieler Robin Williams, der vor seinem Selbstmord in 2014 an klinischer Depression litt. Williams sagte: "Ich glaube, die traurigsten Menschen sind die, die am häufigsten versuchen, Menschen glücklich zu machen. Denn sie wissen, wie es sich anfühlt, sich wertlos zu fühlen, und sie möchten nicht, dass irgendjemand anders sich so fühlt."

Der Post, den die Studentin letzten Sonntag veröffentlichte, hat mittlerweile über 300.000 Likes und wurde fast 275.000 Mal geteilt. Die Tausenden von Kommentaren loben Bekah für ihren Mut und ihre Offenheit über die Problematik und ihr eigenes Schicksal zu sprechen. Sie selbst hofft, dass sich die Botschaft noch weiter verbreitet und immer mehr Gespräche über mentale Erkrankungen anregt.

Wir sind von Bekahs Tattoo und der damit einhergehenden Message begeistert. Wir möchten auch euch dazu anregen, dem Thema Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen offen gegenüberzutreten.

Wenn ihr oder jemand, den ihr kennt, unter Depressionen leidet, findet ihr bei der 'Stiftung Deutsche Depressionshilfe' Ansprechpartner und Informationen zur Hilfe.

von Maike Schwinum