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Dieser Mann nimmt 24 Flüchtlinge auf - doch was er erlebt, enttäuscht ihn zutiefst

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 5. November 2015
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Ein Paar aus Berlin nimmt 24 Flüchtlinge in seiner Wohnung auf. In einem Facebook-Post berichten sie, was sie dabei am meisten enttäuscht hat.

Zu Zeiten der Flüchtlingskrise scheint es manchmal, als überwiege die Zahl der Deutschen, die mit Wut und Hass auf die schutzsuchenden Menschen reagieren. Doch dieser Eindruck täuscht, denn es gibt so viele Bürger, die helfen, unterstützen und sogar ihr Zuhause für die flüchtenden Menschen zur Verfügung stellen. So zum Beispiel Dirk Voltz und sein Partner - sie haben seit Juli 24 Flüchtlinge in ihrer Berliner Wohnung aufgenommen.

In einem Facebook-Post beschreibt Voltz nun sein Erlebnis mit den Flüchtlingen, die bei ihm unterkamen. Seine Erkenntnis: Es verlief völlig anders, als einige Menschen es vorher erwartet hatten und war in gewisser Weise sogar enttäuschend. Warum? Lest selbst:

Gerade in schlechten Zeiten sollte man die eigene Bilanz prüfen. Meine schaut so aus: Seit Juli rund 24 Leute aus...

Posted by Dirk Voltz on Montag, 2. November 2015

Keiner der Flüchtlinge hat sie bestohlen oder angegriffen, keiner von ihnen hat wüst über Deutschland geschimpft und niemand hatte ein Problem damit, dass Voltz und sein Partner sich ein Bett teilen. Die einzigen "Probleme"? Ein hoher Konsum an Salz und Zucker, Kochen mit zu viel Zwiebeln, Knoblauch und Fleisch und unbändige Freude über die Katzen des Haushalts. Trotzdem war Voltz zutiefst enttäuscht und zwar über die fiesen Nachrichten, Morddrohungen und Hass-Mail, die er und sein Partner von "besorgten Bürgern" erhielten.

Voltz' Beitrag bekam innerhalb kürzester Zeit hunderte von Likes, lobende Worte und Unterstützung. Im Gespräch mit 'BuzzFeed Deutschland' erklärt der Berliner, warum er Flüchtlinge aufnehmen wollte: "Ich habe das ganze Elend auf den Straßen Berlins gesehen." Er wollte nicht wegschauen und jammern, sondern selbst anpacken und etwas bewegen. "Freunde und Bekannte hatten zu Anfang Berührungsängste", so Voltz. "Die haben sich aber schnell gelegt, nachdem sie die Geflüchteten persönlich kennengelernt haben."

Wir finden, mehr Menschen müssen so handeln wie Dirk Voltz und sein Partner. Ablehnung und Wut bringt uns nicht weiter - viel wichtiger ist es jetzt tatsächlich zu helfen.

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Zitate fürs Leben © iStock
von Maike Schwinum

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