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Er erfüllte einem Jungen seinen letzten Wunsch, damit er mit einem Lächeln sterben konnte

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 8. Mai 2015

Caroll Spinney hat 45 Jahre lang 'Bibo' in der Sesamstraße gespielt. Heute erzählt er eine Geschichte, die uns zu Tränen rührt.

Der 81-jährige Caroll Spinney ist den meisten als Schauspieler auf den ersten Blick nicht bekannt. Doch in seinem Kostüm erkennt man ihn sofort. Denn Caroll spielt seit 45 Jahren Bibo, den großen gelben Vogel aus der Sesamstraße. Neulich ließ sich der Puppenspieler auf der Internetseite 'Reddit' von Nutzern interviewen und beantwortete dabei jede Menge Fragen rund um seine Karriere als Kinderheld.

Eine der Fragen - und vor allem Carolls Antwort darauf - war besonder rührend. Ein Nutzer fragte ihn: "Was war deine bedeutendste Interaktion mit einem Kind während eines Drehs? Oder vielleicht mit jemandem, der mit der Sesamstraße aufgewachsen ist und dir eine ergreifende Geschichte erzählt hat?"

In seiner Antwort auf die Frage erzählte der Schauspieler dann eine Geschichte, die einem einfach die Kehle zuschnürt. Haltet ein Taschentuch bereit und lest, was Caroll erzählt hat:

Dies ist eine sehr traurige Geschichte, aber sie ist wirklich passiert.
Ich bekam einen Brief von einem Fan, der erzählte, dass sein kleiner Sohn - der fünfjährige Joey - unheilbar an Krebs erkrankt war.
Er war so krank, dass der kleine Junge wusste, dass er sterben würde.
In seinem Brief bat mich der Mann, seinen Jungen anzurufen. Er sagte, das Einzige, was ihn in seinem schlimmen Zustand aufmuntert, ist es, Bibo im Fernsehen zu sehen.
Er bat mich, ihn anzurufen, mit ihm zu sprechen und ihm zu sagen, was für ein tapferer Junge er ist.
Also bemühte ich mich ein Telefon zu finden - dies war vor der Zeit, in der es Handys gab - und rief ihn an.
Als Bibo sagte ich zu ihm: "Hallo! Hallo Joey! Ich bin's, Bibo!"
Und er sagte: "Bist du es wirklich, Bibo?"
"Ja, ich bin es."
Wir redeten eine Weile, etwa zehn Minuten, und dann sagte Joey: "Ich bin froh, dass du mein Freund bist, Bibo."
Und ich sagte: "Ich lass dich nun besser mal gehen."
Er sagte: "Danke, dass du mich angerufen hast, Bibo. Du bist mein Freund. Du machst mich glücklich."
Wie sich später herausstellte, saßen seine Eltern bei ihm, als der Anruf kam. Joey war sehr, sehr krank an diesem Tag und die Ärzte riefen seine Eltern, weil sie nicht wussten, wie lange er noch leben würde.
Später erhielt ich einen Brief von Joeys Vater. Er schrieb: "Danke, danke!" Er habe seinen Sohn schon seit Monaten nicht mehr so lächeln sehen und nach dem Gespräch habe Joey gerufen: "Bibo hat mich angerufen! Er ist mein Freund."
Und dann hat er seine Augen geschlossen. Und dann ist er davon gegangen.
Durch dieses Erlebnis habe ich erkannt, wie wichtig es sein kann, was man zu Kindern sagt.
Joeys Vater sagte zu mir: "Wir haben unseren kleinen Sohn seit Monaten nicht lächeln sehen. Er lächelte, als er gestorben ist. Das war ein Geschenk für uns. Vielen Dank."

von Maike Schwinum

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