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Ist dick gleich hässlich? Diese Werbung für einen Kinderfilm schockt uns

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 1. Juni 2017

Bei der Neuauflage des Märchen-Klassikers Schneewittchen stockt uns echt der Atem. Was hat sich das Produktionsteam nur gedacht?​

Der Disney-Klassiker "Schneewittchen und die sieben Zwerge" wurde von einem koreanischen Produktionsteam als Animationsfilm unter dem Namen "Red Shoes & The 7 Dwarfs" gerade bei den Filmfestspielen in Cannes präsentiert. Nun sorgt die Werbebotschaft für den Animationsfilm für sehr viel negative Kritik

Auf dem Werbeplakat zum Film sind ein schlankes Mädchen in High-Heels und ein fülliges Mädchen mit den Schuhen in der Hand zu sehen. Beide sollen Schneewittchen darstellen. Daneben steht der Satz: "Was, wenn Schneewittchen nicht mehr hübsch ist und die Zwerge nicht mehr ganz so klein?" - Ja, was dann?

Die Internetgemeinde versteht da keinen Spaß

Die Internetgemeinde versteht bei dieser Marketing-Kampagne keinen Spaß, denn es riecht gewaltig nach Bodyshaming, ja geradezu nach echter Beleidigung. Mit einer guten Portion schwarzen Humor, könnte man vielleicht eine ganz amüsante Parodie ableiten. Allerdings sind Animationsfilme doch im Normalfall auf die Zielgruppe Kind ausgelegt und dann ist die vermittelte Botschaft erst recht alles andere als amüsant.

Plus-size-Model Tess Holliday ist das Plakat für den Film ebenfalls aufgefallen. Via Twitter wendet sie sich an die Synchronstimme des neuen Schneewittchens, Schauspielerin Chloë Grace Moretz: "Wie konnte das von einem ganzen Marketingteam genehmigt werden? Warum ist es okay, Kindern zu sagen, fett bedeutet hässlich?"

Die 20-jährige Schauspielerin kann es ebenfalls kaum fassen und twitterte: "Ich bin genauso entsetzt und sauer wie jeder andere. Das ist von meinem Team und mir nicht genehmigt worden."

Allerdings wird Chloë von ihren Followern deutlich kritisiert. Sie befürchten, dass im Film selbst weitere Beleidigungen folgen werden, die die Schauspielerin eigentlich bereits während der Synchronisation gesehen haben müsste. Der Trailer zum Film ist nach all der öffentlichen Kritik nicht mehr online verfügbar.

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Bleibt zu hoffen, dass im Film selbst kein weiteres Bodyshaming und andere Beleidigungen zu sehen sein werden, so wie in der missglückten Marketing-Kampagne. 2018 soll der Film ins Kino kommen. Die Produktionsfirma hat inzwischen alle Kampagnen zu dem Film gestoppt.

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von Jane Schmitt