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Dieser Brief einer Mama an ihren kürzlich verstorbenen Sohn bricht uns das Herz

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 1. Juli 2015

An einem unbeschrankten Bahnübergang erfasste der Zug das Auto. Mit einem rührenden Brief nimmt die Mutter Abschied von ihrem fünfjährigen Sohn und kämpft nun mit einer Petition dafür, sämtliche Bahnübergänge zu sichern.

Marzia, ihre beiden Kinder und die Großeltern machten Urlaub in Nordfriesland. Kurz vor dem Bauernhof, auf dem die Familie ein Zimmer gemietet hatte, wird ihr Auto am 11. Mai an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug erfasst. Der 5-jährige Matteo stirbt. Mutter und Großeltern überleben mit schweren Verletzungen. Die 2-jährige Tochter überlebt, wie durch ein Wunder, weitestgehend unverletzt.

Nun hat Mutter Marzia ihrem Sohn Matteo einen wirklich rührenden Brief geschrieben, den man, egal ob man selber Kinder hat oder nicht, kaum ertragen kann. Hier sind ein paar Auszüge:

"Hallo Mäuschen,
oh sorry, du wolltest ja nie "Mäuschen" genannt werden, sondern lieber "Schatz" oder "Steppke"!

Also dann: Hallo, mein Schatz!
​Nun fehlst du uns schon zwei unendlich lange Wochen, und du würdest kaum glauben, was hier alles in der Zwischenzeit passiert ist!? Mal abgesehen davon, dass ich endlich aus dem Krankenhaus nach Hause durfte (meine Beine würdest du momentan lieben, sie haben deine Lieblingsfarben: Lila und Blau!), ist eine ganze Menge geschehen, was unser aller Leben ganz schön verändert hat.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll?! Na gut, beginnen wir mal mit dem Positiven: Ja, Elena geht's super, du musst dir keine Sorgen um sie machen! Ich kenne dich ja als großer Bruder, und die Sorge um deine kleine Schwester - auch wenn ihr euch gerne öfter mal gezankt habt, und sie natürlich IMMER schuld war ...Sie hat bei dem Unfall wirklich nur einen kleinen Kratzer auf der Stirn abbekommen, bei dem sogar schon der Schorf abgeht. [...] Trotzdem vermisst sie dich momentan ganz schön, glaub ich ... sie fragt bei allen Dingen, die dir gehörten "Das Matteos?". Ich habe ihr erklärt, dass das deins war, ja, aber dass es jetzt ihr gehört, weil du ja im Himmel bist!

[...] Papa hat ihr das so erklärt, dass es dir jetzt super geht, weil du bei Gott bist, aber sie leider nie mehr mit dir spielen kann. Zuerst fragte sie nämlich immer: "Matteo - Oma Kitty Kino?" Ich glaub, sie wartet immer noch darauf, dass du irgendwann vom Kino heim kommst (an was für lange Filme sie wohl glaubt?) ...

[...] Weißt du, was das Einzige ist, was mich weiter machen lässt hier unten? Die Tatsache, dass ich weiß, dass es dir bei Gott auf den himmlischen Wiesen so gut geht! Dass du alles hast, was du brauchst, dass du dir nie mehr weh tun wirst (und das will schon was heißen!? Bist ja schließlich Mamas Sohn, hehe!), dass du schon an dem Ort bist, wo wir uns alle eines Tages wiedersehen werden: Bei Gott im Himmel!

[...] Mach's gut, mein Schatz! Ich küss dich - wenn auch nur virtuell. Deine dicken, feuchten Knutscher werden mir tierisch fehlen ... Ich meld mich wieder! Du weißt ja: Ich hab dich tierisch lieb - bis zum Mond und zurück!

Marzias ganzen Brief kannst du hier lesen.

​Unvorstellbar, was diese Mutter zur Zeit durchmachen muss. Neben dem schweren Verlust kämpft sie selbst mit ihren Verletzungen, bangt um das Leben von Großmutter und Großvater und kämpt dafür, dass der Tod ihres Sohnes nicht umsonst gewesen ist. Du kannst Marzia ein wenig unterstützen. Ihre Petition für ​das Sichern ALLER deutschen Bahnübergänge findest du hier.

von Anne Walkowiak