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Der emotionale Brief dieses alleinerziehenden Papas berührt gerade die ganze Welt

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 12. November 2015
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Nur einen Monat nach der Geburt seiner Tochter ist Richard plötzlich alleinerziehender Vater. Mit einem emotionalen Post bei Facebook trifft der 21-Jährige genau den richtigen Ton und bewegt Tausende.

Der Gedanke, dass er Vater werden würde, machte Richard Johnson Angst. Er selbst war ohne Vater groß geworden. Schon früh wusste er, dass er seinen Kindern das nicht antun wollte. Nur einen Monat nach der Geburt seiner Tochter Persephone verlässt seine Frau ihn und seine Tochter, wie er glaubt, aufgrund postnataler Depressionen. Plötzlich war er alleinerziehender Vater.

In einem emotionalen und ehrlichen Post auf der Facebook-Seite 'Life of Dad' schreibt Richard über seine Ängste und Sorgen. Scheinbar trifft er damit genau den richtigen Ton, denn bis heute hat sein Post weit über 15.000 Likes und knapp 1.000 Kommentare.​

Life of Dad,
Mein Name ist Richard Johnson und ich bin der alleinerziehende Vater eines wunderschönen kleinen Mädchens namens Persephone. Ihre Mutter ist ungefähr einen Monat nach ihrer Geburt gegangen. Wir wissen noch immer nicht genau warum, aber wir glauben, postnatale Depression spielte eine Rolle dabei. In den ersten Wochen, in denen ich mit ihr alleine war, bin ich über eure Seite gestolpert. Ich war so nervös und ängstlich überhaupt Vater zu werden und nun war ich plötzlich alleinerziehend und musste zwei Rollen übernehmen. Ich war nicht sicher, ob ich das schaffen würde.
Ich hatte jeden 'Elternratgeber' gelesen, den ich finden konnte, und über 1.000 Stunden YouTube-Videos geschaut, vom Haare flechten übers Nägel lackieren bis hin zu Theorien über alle möglichen elterlichen Probleme. Dann habe ich angefangen, mir eure Seite näher anzusehen und habe entdeckt, dass es viele Väter gibt, die in der selben Zwangslage sind wie ich. Die Seite gab mir eine Menge Selbstvertrauen und half mir wirklich dabei, all das durchzustehen.
Ich freue mich immer über neue Geschichten und Bilder von den großartigen Vätern dieser Community. Ihr habt mir und meiner Tochter wirklich durch eine sehr schwere Zeit geholfen.
Wir sind beide zur Zeit wirklich glücklich und wachsen jeden Tag näher zusammen. Sie ist jetzt 10 Monate alt und ich werde ständig von meinen Freunden um elterlichen Rat gebeten. Wir haben einen schweren Weg hinter uns, meine Tochter und ich, und dass wir es geschafft haben, verdanken wir zu großen Teilen auch dieser Seite und seinen Nutzern. Wir beide wollten uns also einfach bedanken.
Herzlichst,
Persephone und Richard Johnson

Richards ehrliche und offene Worte berühren die Menschen. Sie loben ihn, seine Hingabe, aber auch seinen Umgang mit dem Verschwinden der Mutter. Denn anders als man vermuten könnte, hegt er keinen Gräuel gegen sie. "Sie ist eine wundervolle Frau. [...] Egal was kommen möge, sie ist die Mutter meines Kindes und ich wünsche ihr nur das Beste", so der Vater. "So lange sie glücklich sein kann, ist das alles, was zählt. [...] Postnatale Depressionen sind wirklich etwas Tragisches und ich wünschte sie nicht mal meinen schlimmsten Feind."

Kurz nach Persephones Geburt war die Mutter mit ihr gemeinsam nach Kalifornien gezogen. Doch die Depressionen setzten ihr zu und eines Tages rief sie Richard an. Wenn er seine Tochter nicht umgehend abholen würde, würde die Mutter sie weg geben. Richard flog durchs ganze Land, um Persephone zu sich zu holen, und sie von nun an allein großzuziehen.

So schwierig die ersten Monate für Richard und Persephone auch waren, die beiden haben zueinander gefunden und werden weiter zusammen wachsen. Aber eines ist sicher: Richard ist ein hingebungsvoller und liebender Vater und steht symbolisch für viele Väter, die mindestens genauso viel für ihre Kinder leisten. Aber er steht auch symbolisch für jeden, der sein Kind allein großziehen muss, egal ob Mutter oder Vater. Und in einem weiteren Post schreibt er:

"Und das hier ist für jeden da draußen, der sein Kind alleine großziehen muss und der sich manchmal so fühlt, als wachse ihm alles über den Kopf oder er sei nicht gut genug: Schau in die Augen deines wundervollen Kindes und sag ihm einfach, dass du es liebst. Du wirst darüber staunen, wie viel Kraft du hast, wenn es da jemanden gibt, der auf dich zählt und der dich jeden Tag mehr dafür liebt, was du tust. Du wirst Stärke finden, von der du nicht wusstest, dass du sie hast."

Danke, Richard!

Wer gern etwas über die Seite 'Life of Dad' erfahren mag, kann einfach hier vorbei schauen!

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