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DAS ist der Grund, warum wir Frauen viel zu oft mit unserem Gewicht hadern

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 19. Februar 2016

Wir kennen es ja auch gar nicht anders ...

Ich habe keine Freundin, die nicht schon mindestens einmal zu mir gesagt hat, dass sie mit ihrer Figur unzufrieden ist. Hier zu viel Bauch, dafür zu wenig Oberweite und allgemein viel zu viel auf den Hüften - wir alle haben etwas an uns auszusetzen. Aber warum? Woher kommt es, dass wir alle nach einem Ideal streben, das wir kaum erreichen können?

Schauspielerin Zosia Mamet, einigen bekannt aus der Serie 'Girls', hat in einem Interview mit der amerikanischen 'Glamour'​ über ihre Essstörung gesprochen und dabei etwas gesagt, was uns schockiert hat und gleichzeitig so bekannt vorkommt. So lange sich Zosia erinnern kann, lebte ihre Mutter ihr Figurprobleme vor. Ihre Mutter ist selbst Schauspielerin. Und während sie Zosia beigebracht hat, wie man liebt, so habe sie ihr auch beigebracht, wie man hasst. "In der heutigen Zeit beeinträchtigen so viele verschiedene Dinge die Selbstwahrnehmung von Frauen", so Zosia. "Aber Untersuchungen haben gezeigt, dass die Mutter einer jungen Frau der größte Faktor ist. Ein Mädchen, deren Körper von der eigenen Mutter kritisiert wird, wird seinen Körper auch selbst eher kritisieren oder eine Essstörung entwickeln. Wenn die Mutter sagt, es solle weniger essen, genau dasselbe. Dazu kommt, dass ein Mädchen, das ständig sieht, wie die Mutter Diät macht bzw. besessen von ihrem Gewicht ist, eher dazu neigt, unzufrieden mit dem eigenen Körper zu sein."

Zosias Mutter war ständig auf Diät. "Alles, was ich zu Essen bekommen habe, war fettreduziert oder zuckerfrei." Bei gemeinsamen Shopping-Ausflügen habe ihre Mutter immer spitze Bemerkungen fallen lassen. Essen war immer ein großes Thema.

​Zosia war eifersüchtig auf den dünnen und durchtrainierten Körper ihrer Mutter. "Ich kann mich daran erinnern, dass wir gemeinsam gebadet haben, als ich kleiner war; dabei habe ich auf meinen kleinen pummeligen Bauch geguckt und war richtig neidisch. Ich habe damals gebetet, dass ich später aussehen würde wie sie."

So anklagend all das auch klingen mag, Zosia gibt die Schuld an ihrer Essstörung nicht ihrer Mutter. "Als Kinder werden wir von unseren Eltern geformt, manchmal absichtlich, manchmal unabsichtlich. Mehr noch, ich weiß, dass meine Mutter mich nur so behandelt hat, weil sie selbst Probleme mit ihrem Körper hatte."

Uns Frauen wird vorgelebt, dass das Gewicht zählt. Dass es wichtig ist, wie man aussieht.​ Dass es wichtig ist, immer schlank zu sein. Erst später fällt uns auf, dass es im Leben wirklich bedeutend Wichtigeres gibt: Selbstliebe! Lieben wir uns also von nun an alle selbst, lieben wir unseren Körper und zeigen wir unseren Kindern, dass sie so, wie sie sind, wunderschön sind.

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von Anne Walkowiak