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Diese Comics beweisen: Auch Mütter sind manchmal noch Kinder ... und das ist auch gut so

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 31. August 2016

Wenn ich mal groß bin, dann...

Als ich so 15 oder 16 war, waren Menschen jenseits der 20 für mich alt - sie waren erwachsen, verantwortungsbewusst und seriös. Wenn sie bereits Kinder in die Welt gesetzt hatten, waren sie gleich noch erwachsener. Irgendwie schienen sie angekommen zu sein, so wie meine Eltern. Ich ging damals davon aus, dass ich auch irgendwann so werden würde. Dass spätestens Kinder aus mir einen richtigen Erwachsenen machen würden. Weit gefehlt!

Heute habe ich bereits die 20iger hinter mir gelassen, zwei Kinder, einen Job und ein Haus - erwachsen fühle ich mich aber irgendwie immer noch nicht.

Kind: Mama, du kannst jetzt ruhig zu den anderen Erwachsenen gehen.
Mutter: Nein, bitte zwing mich nicht dazu.
Erwachsene: Beziehungskrisen, aktuelle Politik, Geldprobleme, Gesundheitsfragen...

​Oft erwische ich mich dabei, wie ich darüber nachdenke, wie verrückt es ist, dass ich schon "so alt" bin und schon Kinder habe. So richtig haben die Lebensereignisse mich nicht verändern können.

Mutter: Du bist der Grund für den ich jeden Morgen aufstehen will.
Tochter: Das ist so nett, dass du das zu mir sagst, Mama. Danke.
Mutter: Oh, ja klar...kein Problem, Süße.

Und scheinbar geht es nicht nur mir so. Viele meiner Freunde, die ein ähnliches Leben führen, empfinden genauso. Wir alle sind zwar per Definition erwachsen, kümmern uns mit aller Hingabe um unsere Kinder, fühlen uns zuweilen aber trotzdem wie orientierungslose, von Gefühlen übermannte Teenager.

Frau: Die schrecklichen 'Zweier-Jahre'?
Mann: Jap.
Frau: Und was hat sie?
Mann: Die schrecklichen '32er-Jahre'.
Mutter: Aber ich will nicht zur Arbeit gehen.

Und manchmal fühlt es sich in Gegenwart unserer Kinder auch einfach viel besser an, selbst noch einmal Kind zu sein.

Mutter: Ach Süße, so macht man die Wäsche aber nicht.
Ein wenig später...
Mutter: SO macht es doch viel mehr Spaß!

Aber hey, wenn es nicht nur mir, meinen Freunden oder der Zeichnerin Sara Zimmerman so geht, dann sollte die Vermutung doch nahe liegen, dass auch unsere Kinder beim Erwachsenwerden das Kind-Sein nicht verlernen. Und noch besser: Vermutlich sind unsere Eltern nie so erwachsen, ernst und seriös gewesen, wie wir es immer gedacht haben. Was heißt das eigentlich überhaupt, "erwachsen sein"?

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