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Nobody's perfect! Diese Frau beweist: Manchmal macht der Blickwinkel den Unterschied

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 16. November 2016

Was aussieht wie ein Vorher-Nachher-Bild, ist im Abstand von nur wenigen Minuten entstanden.

Jeder kennt dieses Problem: Man versucht ein hübsches Selfie oder vorteilhaftes Selbstportrait von sich zu machen und achtet dabei vor allem darauf, dass der Winkel stimmt. Denn wir wollen mit dem Bild schließlich unser "bestes Ich" präsentieren. Niemand kennt das besser als Fitness-Bloggerin Ashlie Molstad. Sie teilt regelmäßig Bilder ihrer Work-outs und ihrem daraus resultierenden Körper mit ihren Followern.

Doch kürzlich veröffentlichte Ashlie ein ungewöhnliches Bild. Es zeigt eine Gegenüberstellung zweier Bilder, auf denen ihr Körper ganz unterschiedlich aussieht - fast wie auf einer Vorher-Nachher-Collage. Doch tatsächlich sind die Bilder im Abstand von nur wenigen Minuten entstanden, lediglich der Foto-Winkel hat sich geändert.

Im Text zu dem Bild erklärt die Bloggerin, dass sie neben ihrer "zurechtgemachten, professionellen" Seite auch mal die Seite von sich zeigen will, die eben nicht vorteilhaft ist. Denn Makel, die wir sonst so gerne verstecken, machen uns keineswegs weniger wertvoll und schön - diese Botschaft möchte Ashlie mit uns teilen.

Wenn ich euch meine gestellten, zurechtgemachten, professionellen Seiten zeige, dann werde ich verdammt nochmal auch sicherstellen, dass ihr die nicht so vorteilhaften Seiten ebenfalls seht. Denn ganz egal was die Gesellschaft uns beigebracht hat, unser Wert ist nicht abhängig davon, wie viele Bauchröllchen wir haben oder wie viele Dellen unser Po hat, oder wie sehr unsere Oberarme wackeln.

Uns selbst genau so zu lieben wie wir sind ist schwer. Denn uns wurde jahrelang eingeredet, wir seien nicht gut genug bis wir [an dieser Stelle kann man eine der Tausend Ideen für Perfektion einfügen, die uns über die Jahre eingeredet wurden]. Aber ich streite das ab. Ich sage, dass die echte Magie dann geschieht, wenn wir uns selbst so akzeptieren wie wir sind - in jedem Winkel und in jeder Größe. Das heißt nicht, dass ich nicht auch damit kämpfe, diesen Körper, der mir gegeben wurde, zu akzeptieren, aber es heißt, dass ich verstehe, dass es der wichtigste Job in meinem Leben ist, daran zu arbeiten, mich selbst zu lieben.

Unsere Körper sind nicht gebrochen. Die Botschaft, die die Gesellschaft uns einredet, ist es aber sehr wohl - indem sie alles retuschieren und alle Makel ausradieren.

Obwohl es also schwer ist, lasst uns daran denken, dass wir wertvoll, wunderschön, besonders und lebendig sind. Geh und liebe dich heute selbst, denn DAS ist wirklich inspirierend.

© Instagram / foodiegirlfitness

Obwohl diese Gegenüberstellung der jungen Frau sicher ein bisschen Überwindung gekostet hat, hat sich ihre Ehrlichkeit bezahlt gemacht. Mit tausenden von Likes und hunderten von Kommentaren sprechen ihre Fans Ashlie ihre Unterstützung zu und danken ihr für ihre Ehrlichkeit. Und auch wir sagen: So viel Offenheit ist erfrischend!

Nobody's perfect!

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© Instagram melaniegaydos / diandraforrest / winnieharlow / Hector Garza
von Maike Schwinum